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Der Deutsche Tag in Halle 1924  

 

"Was war denn los?", fragt die Berliner Volks-Zeitung nach dem Deutschen Tag 1924 in Halle (Saale) und antwortet: "Die Plätze schwarz-weiss-rot geschmückt, die Strassen durchtost vom Erhardt-Lied, Arbeiter von Hitler-Leuten auf der Straße geschlagen, die Schutzpolizei machtlos gegen die Hakenkreuzler und im Kampf mit den Kommunisten, Reden von offizieller Stelle vom kommenden Kaiserreich, Reichswehr unter Veteranenvereine gemischt und der Held von München [Ludendorff] ihre Front abschreitend. Das war die parteipolitische neutrale Einweihung eines Moltkedenkmals."

Zum

11. Mai 1924

riefen die Vaterländischen Verbände nach Halle, um mit der Wiedererrichtung des Moltke-Standbildes ihre Vorliebe für Schwarz-Weiss-Rot zu demonstrieren. Gekommen waren Bund Wiking, Bund Oberland, Stahlhelm, Wehrwolf, Jungdeutscher Orden, Reichsverband der Baltikumkämpfer und viele andere. Zunächst taten die Organisatoren des Deutschen Tages so, als handelte es sich nur um die Einweihung eines Monuments für den "grossen Schlachtenlenker". "Es lag aber auf der Hand," klärt am 13. Mai die Vossische Zeitung die Bürger auf, "dass diese Denkmalsenthüllung nur der Vorwand für das aufbieten des völkischen Heerbannes nach Halle gewesen ist, dass es sich um eine Parteiveranstaltung grossen Stils gehandelt hat." Die Finalisten der nationalsozialistischen Bewegung marschierten dmit ihren Zulieferern aus den völkisch-deutschnationalen Organisationen auf. Sie wollten die Stärke des deutschen Volkes und seinen Anspruch auf die Revision europäischer Verhältnisse demonstrieren.

 

Kaiser-Wilhelm Denkmal
in Halle, eingeweiht am 26. August 1901.
(Bild: alte Postkarte)

In der Neujahrsnacht 1922/23 verübten in Halle (Saale) der 20-jährige Arbeiter Emil Werner, ehemaliges Mitglied der KPD, und vier Lehrlinge im Alter von 16 und 17 Jahren den Anschlag auf das Moltke-Denkmal. (Siehe Vorwärts 8.1.1923, Kügler 2004) "Kommunistische Bubenhände" beförderten, wie die Deutsche Allgemeine Zeitung (DAZ) am Tag nach dem Aufmarsch schreibt, die Statue des grossen Schlachtenlenkers mit einer Ladung Dynamit kopfüber in das vorgelagerte Wasserbassin. Die Absicht der Attentäter war, zitiert die Börsen-Zeitung vom 12. Mai Oberstleutnant a. D. Duesterberg, "eine blutige Auseinandersetzung im Deutschen Reiche auszulösen".

Bereits am 10. Januar 1923 meldete die Presse die Verhaftung von fünf jugendlichen Arbeitern, die verdächtigt wurden, den Anschlag ausgeführt zu haben. Nach Mitteilung des Salzburger Volksblatts ist Emil Werner, der längere Zeit in Odessa lebte und unlängst wieder in Moskau weilte, der Haupttäter. "Nach seinem Geständnis hat er sich bei seinem letzten Moskauer Aufenthalt im sprengen ausgebildet." Ziel der Attentäter war, die politische Erregung zu steigern. Man plante, heisst es weiter, auch Anschläge auf das Polizeipräsidium und die Kaserne. "Die Bande besass drei Sprengstofflager in Halle, eines mit anderthalb Zentner Sprengstoff war so gesichert, das beim Öffnen eine Explosion erfolgen musste."

Der Anschlag auf das Moltke-Denkmal war für die Völkischen und das deutschnationale Bürgertum ein unvorstellbarer Affront. Niemals wird es der Linken diese Sünde am monarchistischen Erbe vergeben. Das war zumindest seit der Versammlung vom 7. Januar 1923, zu der sich alle bürgerlichen Parteien aus Anlass des Denkmalsattentats im Walhalla-Theater zusammengefunden hatten, die dominierende Auffassung. Die Bürger waren einfach aufgebracht. Bei dieser Gelegenheit beschimpften sie die Beamten der Republik vom Regierungspräsidenten bis hinauf zum Minister Severing mit Verbrecher, Lump, Säufer oder hängt die Schweine auf. Anschliessend wollte man, berichtet am 8. Januar 1923 der Vorwärts (SPD), mit der Ehrhardt-Fahne unter Beteiligung der Demokraten zum Denkmal ziehen, was jedoch die Polizei verhinderte.

Zur Ergreifung der Täter setzten die Deutsche Demokratische Partei, Deutsche Volkspartei, Deutschnationale Volkspartei und Zentrumpartei eine Belohnung von 1 Millionen Reichsmark (= 60 US-Dollar) aus (Kügler 83). Den baulichen "Rest" wollten die SPD-, KPD- und USPD-Stadtratsfraktionen von Halle gerne demontieren, wozu es angeblich aus Kostengründen nicht kam. Die Stadtverordneten der SPD sahen voraus, dass das Moltke-Denkmal dazu dient, den Hass der Jugend gegen den Staat zu richten und sie deutschvölkisch zu verhetzen. (Kügler 82)

Oberstleutnant a. D. Theodor Duesterberg zetert am 11. Mai in seiner Festrede: "Verantwortlich für die Sprengung des Moltke-Denkmals sind nicht die jugendlichen Kommunisten, sondern

verantwortlich ist die Sozialdemokratie,

die seit Jahrzehnten die Achtung vor Monarchie, Kirche und Staat untergraben hat."

Deutsche Tag in Halle, 11. Mai 1924: Aufstellung der Generalität.
General Erich Ludendorff 1, Prinz Oskar 2, Felix Graf Luckner 3, und Josias von Heeringen 4.

(Quellenangabe unten)

Das Denkmal wird wieder aufgebaut. Oberbürgermeister Richard Robert Rive (1864-1947) verteidigt seine politische Aussage und öffnet den Organisatoren des Deutschen Tages achtzehn Säle der Stadt. Von republikanischer Seite wurde die Unterstützung der "vaterländischen Kundgebung" durch die Stadtverwaltung und Behörden, etwa durch Ausstattung und Schmückung der öffentlichen Gebäude mit der Schwarz weiss-roten Fahne, missbilligt.

"Am Sonntag wurde die Revanche von allen Kanzeln der Hallischen Kirchen gepredigt," registrierte die Volksstimme (Magdeburg), "die den Nationalsozialisten zur Verfügung gestellt wurden."

Ihre Kampfansage gegen die Nationalsozialisten, Deutschnationalen und Völkischen formulierte die KPD (Kommunistische Partei Deutschland) auf einem Flugblatt, wo es heisst:

"Nicht Hakenkreuz, nicht Ludendorf, der Ausreisser nach Schweden, nicht die Hurenhengste von Hohenzollernprinzen, nicht die verkrachten Generäle und nicht die Jüngelchen mit den nassen Hosen aus dem Bierkeller werden Halle beherrschen, sondern die Arbeiter im roten Herzen Mitteldeutschlands."

Der Zuzug der Völkischen und vaterländischen Verbände begann bereits am Vortag und zog sich bis in die Nacht hin. 30 000 erwachsene Völkische kamen, meldet die Vossische (12.5.) tags darauf, kamen in Zügen an. Auf dem Hauptbahnhof wimmelte es von Windjacken und Eichenknüppeln. "Zahlreiche Jüngelchen unter 16 Jahren, die reinen Hosenmätze, stolzierten im vollen Dress umher und forderten ihr Jahrhundert in die Schranken. Auf dem Bahnsteige konnte man überall das widerliche äussere Getue der Führer dieser Horden mit ihrer bürgerlichen Firnisbildung beobachten; fällt der Firniss, so kommt vielfach der rohe Gewaltmensch zum Vorschein ...." (LVZ 12.3.1924)

".... in den ersten Morgenstunden" kam es "vor dem Gewerkschaftshaus zu ernsten Zusammenstößen zwischen jugendlichen Kommunisten und Jungdo. Unter anderem standen sich ein Jungdo- und K.P.-D.-Mann mit gezogenem Revolver gegenüber. Der K.-P.-D.-Mann brach, durch zwei Schüsse schwer verletzt zusammen." (Völkische)

Von auswärts ziehen viele Gruppen mit ihren Fahnenträgern herbei und sammeln sich am Schützenhaus. Allmählich verwandelt sich die Stadt in ein Heerlager. Auf den Straßen beginnt ein unglaubliches Treiben. Menschtrauben bilden sich.

"Völkische Trupps und Arbeitergruppen durchzogen die umliegenden Strassen. Die "Stahlhelm"-Leute," registrierte der Sonderkorrespodent des Berliner-Tageblatts, "besonders aber die jugendlichen Anhänger der völkischen Organisation "Wehrwolf" legten ein provozierendes Verhalten an den Tag, ebenso die bayrischen Verbände."

So begann der Hakenkreuzrummel um den großen Schlachtenlenker. Laut Deutsch Allgemeiner Zeitung (DAZ) waren 120 000 Gäste zur Einweihung des Moltke-Standbildes angereist und das Naumburger Tageblatt (13.5.1924) sprach von 200 000 Teilnehmern. Rechtsanwalt Walther Schreiber (*1884), seit 1924 Fraktionsvorsitzender der Deutschen Demokratischen Partei im Preußischen Landtag, berichtete, dass einzelne Vereine ihre Mitglieder gegen ihren Willen bei einer Strafe von 5 Mark zur Teilnahme gezwungen haben. (Vgl. Heidenreich 1924)

Kaiser-Wilhelm Denkmal mit Moltke-Statue
in Halle am 11. Mai 1924. Von links nach rechts sind die Schemen der Statuen von Bismarck, Kaiser Wilhelm und Moltke zu erkennen. (Bildquelle siehe unten.)

Vor dem Aufmarsch der Vaterländischen Verbände und mit ihr sympathisierenden Organisationen auf der Rennbahn, erfolgt im Kaiser-Wilhelm Ensemble die Einweihung der Moltke-Statue. Es war bereits seit 10 Uhr morgens im Umkreis von 800 Metern durch berittene Schutz-Polizei abgesperrt. Niemand, ausser die Verbände mit besonderem Passierschein durfte mehr passieren. Abordnungen von Stahlhelm, Jungdo, Wehrwolf, Kriegervereinen, die Sportvereinen, die Studentenschaften aus Leipzig, Jena und Halle marschieren vom Sammelpunkt mit klingendem Spiel auf das Denkmal zu. Voran die Angehörigen des Füsilierregimentes 38 und eine Kompanie Spielleute in Reichswehruniform, die "Heil Dir im Siegerkranz" spielen. Es folgen die Halloren in ihren Trachten. Bürger stehen Spalier. Alle nehmen am Denkmal Aufstellung. Mehr als 3 000 Fahnen, meist schwarzweissrote, zählte die Volksstimme (Magdeburg), darunter "ungefähr 50 Hakenkreuz- und Totenkopffahnen". Unter den Ehrengäste befinden sich: Erich Ludendorff, Vorsitzender des Kyffhäuserbundes e.V., der ehemalige preußische Kriegsminister von 1909 bis 1913 Josias von Heeringen, Hermann von Stein, preußischer General der Artillerie und ehemaliger Kriegsminister, Generaloberst a. D. Magnus von Eberhardt, General der Artillerie Friedrich von Scholtz, General Friedrich Christiansen, Generalmajor von Zetritz, der preußische General der Infanterie Hermann von François, Vizeadmiral Werner-Waldeck, Paul von Lettow-Vorbeck, Admiral Scheer und Graf Luckner. Haus Doorn entsandte den jüngsten lebenden Sohn des ehemaligen Kaisers, Oskar Prinz von Preussen, der lebhaft gefeiert wurde, aber, stellte die Vossische zum "Blutigen Sonntag" fest, nicht so stark wie Ludendorff. Nicht gekommen war Generalfeldmarschall August von Mackensen, der wegen Krankheit das Bett hüten muss.

"Die Chargierten der nationalsozialistischen Studentenschaft, ehemalige Offiziere und eine Reichswehrdelegation rundeten das Bild ab." (Kügler 2004) Dazu kamen Vertreter der Parteien und städtischen Behörden.

Um 12 Uhr beginnt die feierliche Zeremonie mit dem Gesang des Niederländischen Dankgebets. Der ehemalige Generalstabsoffizier und Oberstleutnant a. D. Theodor Duesterberg hält die Einweihungsrede. Das Leben dieser drei Männer, Kaiser Wilhelm, Bismarck und Moltke, lautet seine Botschaft, muss uns in diesen trüben Zeiten Ansporn sein. Er verweist, bemerkt die Berliner Volks-Zeitung am nächsten Tag, auf die politische Zerrissenheit im Inneren und die Ohnmacht nach Aussen, die nach dem Weltkrieg in Deutschland eingetreten ist. ".... bedroht von einem Ring mächtiger Feinde, liegt unser Volk und verkleinertes Vaterland ohnmächtig am Boden!" Deutschland ist entrechtet und versklavt.

"Von dieser Stelle soll es die ganze Welt hören. Wir verlangen, dass alle in Mitteleuropa wohnenden Deutschen zu einem grossen deutschen Kaiserreich vereinigt werden." (Nach Vorwärts 13.5.1924)

Tags darauf hebt das Jenaer Volksblatt aus der Rede vom Stahlhelmführer im Gau Halle die Stelle von der

heiss ersehnten Befreiung Deutschlands

hervor. Erstaunlich, wie freundlich die Zeitung der Deutschen Demokratischen Partei diese Passage aufnahm.

Aus Richtung der Deutschnationalen und Völkischen hörte man deutlich den Ruf nach der

Neuordnung Europas.

Das verheisst Krieg. Die deutschnationale Presse jubelte. Für sie war der Deutsche Tag in Halle ein beachtlicher Schritt zur nationalen Selbstbestimmung und Selbstbefreiung.

Alsdann fiel die Hülle des Denkmals. Am Himmel kreist ein Flugzeug und wirft einen Kranz ab. Die Kolonnen mit ihren Fahnen setzen sich in Richtung Pferderennbahn in Bewegung. Vornan die Generalität. Erich Ludendorff schaute "wie ein pompös aufgezäumtes Zirkuspferd" aus. "Mit der Pose eines spanischen Granden empfing er die Heilrufe der wahnsinnig gewordenen Jungmannen und Jungfrauen von Halle." (Lübecker Volksbote) Dann folgten die Kameraden von den vaterländischen Verbänden und die Nationalsozialisten, zum Teil mit Hakenkreuzfahnen (Kügler 84). Die Volksstimme (Magdeburg) schätzte die Zahl der Stahlhelmer und Hakenkreuzler auf 50 000.

Besonders dem schwarz-weiss-roten und völkischen Bürgertum imponierte das martialische Gebaren der rechten Wehrverbände, die sich anschickten, innenpolitisch eine eigene Rolle zu übernehmen. Mit ihr die Reichswehr, die Kompanie des Reichswehrregiments Graf von Moltke Nr. 382.

Vorbeimarsch der Vaterländischen Verbände, Kriegervereine und anderer Organisationen an der Tribüne auf der Rennbahn zum Deutsche Tag in Halle am 11. Mai 1924. (Quellenangabe unten)

Auf der Rennbahn-Tribüne nahmen die Ehrengäste Platz. Hier "spürte man nichts", schrieb am nächsten Tag die DAZ, "von dem traurigen Vorfall den die Hetze der kommunistischen Zentrale in Böllberg, einem Vorort von Halle, auf dem Gewissen hat". Gegen 3 ½ Uhr begann die Parade. Erich Ludendorff, General der Infanterie und ehemaliger Erster Generalquartiermeister, der den Siegfrieden plante, die Engländer niederringen wollte, der am Triumpf der deutschen U-Boote glaubte und - woran hier niemand denken will - mit seiner Kriegszielpolitik das deutsche Wirtschaftsleben gründlich ruinierte, e r  nimmt die Parade ab. Tags zuvor gastierte er beim Hochschulring deutscher Art. Seine Ausführungen gipfelten in der Aussage:

"Reden nützt nichts, wir wollen handeln.
Seine Majestät, der deutsche Kaiser, er lebe hoch!"

Kriegervereine, Schutztruppler, Bund Oberland, Blücherbund, Bund Wiking, Deutscher Offiziersbund, Stahlhelm, Wehrwolf, Jungdeutscher Orden, Bund Reichsflagge, der Bund der Aufrechten marschierten auf und eine Kompanie des Reichswehrregiments Graf von Moltke Nr. 38. Beim Anblick der Tropenuniformen von Lettow-Vorbeck`s Schutztruppler geriet die Masse in Entzücken. An der Tribüne vorbei paradierten Halloren, Turner-, Ruder- und Schwimmvereine, Marineangehörige, Studentenschaften und Knappschaftsverbände vorbei.

"Länger als 10 Kilometer dehnte sich der Aufmarsch der Verbände" (Graff 53) vorbei an der Tribühne auf der Rennbahn. "Um vor Beginn der Dunkelheit mit dem Vorbeimarsch fertig zu werden", registrierte die Vossische Zeitung, "formierten sich die Reihen zu 12 Mann." Um 7 Uhr abends war die Parade noch immer im Gange. Als sie schliesslich doch irgendwann endete, begaben sich die Ehrengäste zu einem festlichen Essen in die Loge zu den drei Degen.

Einst war Halle eine Hochburg der Kommunisten, erinnert einen Tag nach der Einweihung des Moltkedenkmals der Lübecker Volksbote. "Heute aber ist sie eine Stadt der Reaktion. Die Arbeiterklasse ist durch die fürchterliche Hetze zwischen rechts und links gelähmt und zerrissen." Die Deutsche Allgemeine Zeitung (DAZ), hervorgegangen aus der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung, einst Bismarcks Hauspostille, jetzt in den Händen von Hugo Stinnes, kommentiert: "Halle war seit Beginn der Revolution heisser Boden, hier hat der Bürgerkrieg seine schlimmsten Formen gezeigt, die Wahl hat erst wieder bewiesen, dass hier der kommunistische Agitationsstoff die offensten Ohren findet."

Die "vaterländische Kundgebung" rief in linkstehenden Kreisen, so fing das Prager Tagblatt die Stimmung ein, Aufregung und Erbitterung hervor. (A) Ihr Ärger richtete sich in erster Linie gegen die Preußische Regierung, die es in der Hand hatte, diese Demonstration zu verbieten. (B) Für Empörung sorgte, dass das Reichswehrkommando der nach Halle entsandten Traditionskompanie die Teilnahme an der großen Parade gestattete. (C) Viele Kommunisten wurden nicht in die Stadt gelassen, während aber die Rechtsradikalen in hunderten von Zügen ankamen. (D) Die Behörden erlaubten alle völkischen Kundgebungen und "unterdrückten mit den schärfsten Mitteln", wie das Prager Tagblatt recherchierte, "jede Gegenreaktion."

"Aber wer wagte es", fragt der Vorwärts (SPD) am 12. Mai, "Ludendorff und die Völkischen in ihrem Vergnügen zu stören?!" Es waren die Linken und Kommunisten. Sie umzingelten die Stadt, beschreibt Tage später etwas ungehalten die deutschnationale Presse ihr Vorgehen. Die KPD-Genossen reagierten eigenständig.

"Aufmarsch gegen Aufmarsch",

hiess ihre Parole. Nicht nur das. Vom Klassenkampf, Organ der KPD für den Bezirk Halle-Merseburg, erhielten sie einen Plan, den sie, fand die Leipziger Volkszeitung heraus, den Hakenkreuzlern offenherzig auf den Tisch ausgebreitet hatten. Weiter konnte man darüber am übernächsten Tag in der Berliner Börsen-Zeitung lesen: "Aus Papieren, die bei verhafteten Kommunisten vorgefunden wurden, geht klar hervor, dass die Kommunistische Partei in großzügiger Weise einen Aufmarschplan militärischer Art gegen Halle vorbereitet und teilweise auch durchgeführt hat. An der Peripherie von Halle waren die Sammelpunkte der Kommunisten angegeben, die zu Zehntausenden aus der Umgebung, sogar aus Berlin, herbeigeströmt waren. Es waren die Richtungen eingezeichnet, in denen die kommunistischen Hundertschaften vorgehen sollten und es waren die Gebäude in Halle angegeben, die besetzt werden sollten."

Das Naumburger Tageblatt referierte am Tag darauf über "kommunistische Angriffspläne" und die Ankunft von "roten Truppen" aus Berlin. Natürlich rückten aus der näheren und weiteren Umgebung, wie Ammendorf, Merseburg, Querfurt und Naumburg, die Demonstranten an. Viele nahmen einen längeren Fussmarsch von ihrem Heimatort bis nach Halle auf sich. Andere reisten mit der Eisenbahn aus Sachsen, Thüringen, Preussen und Berlin an. Die Polizei erlässt Verbote, fängt die linken Gruppen, oft als die "jünger Moskaus" stigmatisiert, bereits am Stadtrand ab, hindert sie mit Waffengewalt und Schützengräben am Weitergehen. In der Nacht zum Sonntag, ermittelte die Leipziger Volkszeitung (LVZ), sind 200 Kommunisten mit der Bahn in die Stadt gekommen. "Vorgesehen war, dass grosse Trupps der Kommunisten die Stadt von allen Seiten erreichen sollten. Aber dazu kam es nicht. In den Dörfern von Halle mussten sie liegen bleiben, denn Halle selbst war durch die Polizei im ganzen Umkreis abgeriegelt."

Während die Völkischen mit Sonderzügen anreisen konnten, koppelte man, wo nur möglich, die Waggons der linken Demonstranten ab. So wollte man die Konfrontation mit dem Stahlhelm, Wehrwolf und den Nazis verhindern. Wiedereinmal misst die Innenpolitik mit zweierlei Maß. Darunter litten nicht nur die Kommunisten. Das "Gefühl mit ungleichen Mass gemessen zu werden," führte "nicht nur in der radikalen, sondern auch in der gemässigten Arbeiter- und Bürgerschaft zu einer Erbitterung", gibt die Berliner Volkszeitung am Tag danach in der Abendausgabe zu bedenken.

Von außerhalb kamen aber nicht nur Linke und die Kommunisten. Massenhaft strömten deutschvölkische Studenten herbei. Eigentlich waren für die Hakenkreuzler alle geschlossenen Umzüge verboten. Aber die scherten sich den Teufel drum. Die Polizei ".... gestattete den Völkischen alles und erlaubte den Kommunisten nichts", urteilt am 13. Mai die Volksstimme aus Magdeburg. Das hat Gewicht, denn das Sozialdemokratische Organ für den Regierungsbezirk Magdeburg steht der KPD-Putschtaktik ablehnend und der Partei generell streng prüfend gegenüber.

In einem Flugblatt "An die Arbeiter! An die SPD.-Arbeiter. An die Schupo!" wirft die KPD dem sozialdemokratischen Innenminister Severing, sozialdemokratischen Polizeipräsidenten Runge und sozialdemokratischen Oberpräsidenten Hörsing vor, diese "Faschistenparade" genehmigt zu haben. Im Detail besehen, war es ein wenig anders. Im Vorfeld der Veranstaltung warnten der Preußische Innenminister Carl Severing und der Oberpräsident der Provinz Sachsen Otto Hörsing davor, eine Demonstrationserlaubnis zu erteilen. Doch die Reichsregierung hörte nicht darauf. So die eine Darstellung. Die andere gibt der Reichsminister des Inneren in einer am 13. Mai in der Vossischen Zeitung veröffentlichten Erklärung, wonach Preussens Behörden die Verantwortung tragen. Sie ganz allein, legt er dar, sind für die Zulassung der Veranstaltung zuständig gewesen. Dazu beruft er sich auf Paragraf 3 der Verordnung des Reichspräsidenten über die Aufhebung des Ausnahmezustandes und die Abwehr staatsfeindlicher Bestrebungen vom 28. Februar 1924. Obwohl öffentliche Versammlungen unter freien Himmel verboten sind, können die Landeszentralbehörden Ausnahmen zulassen. Folglich trägt der Minister des Inneren von Preußen Carl Severing die Verantwortung. Allein die Drohungen der Kommunisten mit Gegendemonstrationen konnte, nach Meinung der Vossischen (13.5.), kein Grund für eine Absage der Veranstaltung sein. Andererseits lag es aber auf der Hand, argumentiert sie weiter, dass die Einweihung des Moltke-Denkmals nur ein Vorwand war, um das völkische Heerbanner marschieren zu lassen.

Schwarz-Weiss-Rot eroberte Halle, triumphierte die Deutsche Allgemeine Zeitung am Tag danach. So kam es, wie es viele befürchtet hatten: Zwischen den politischen Gegnern entstehen wechselseitig starke Abwehrreaktionen. Theodor Duesterberg (1875-1950) vom Stahlhelm verschärft dies mit seiner Festrede am Moltke-Denkmal, indem er die Erwartung ausspricht:

"Sollte heute der rote Terror sein Haupt erheben, so hoffen wir, dass er niedergeschlagen wird." (Strassenkämpfe)

"Die Faschisten bewegten sich", beobachtete die Volksstimme aus Magdeburg, "ziemlich zwanglos in den Strassen. Zugweise marschieren war verboten, aber die Polizei war bei dem Massenaufgebot der Hakenkreuzler stellenweise machtlos. An anderer Stelle gelang die Auflösung einzelner Züge."

"Die den Vaterländischen Verbänden zugehörigen Bünde waren mit einem so starken Waffenaufgebot vertreten," bemerkte der Korrespondent der Deutschen Allgemeinen Zeitung, "dass sie vollkommen bis in die Vorstadt hinaus das Straßenbild beherrschten und das Aufkommen einer Gegenbewegung von vornherein keinen Gestaltungsraum hatte finden können."

Bereits eine Stunde vor dem Hakenkreuzrummel (Volksstimme, Magdeburg), kommt es zu einer ersten Konfrontation zwischen Polizei und Demonstranten.

"Eine Abteilung Polizeibeamter, die den Auftrag hatte, die für den nationalsozialistischen Rummel freigegebene Rennbahn zu sichern, stiess auf einen 100 Mann starken kommunistischen Zug, der sich jedoch ohne grosse Schwierigkeiten zurückdrängen liess." (Völkische)

Am Volkspark versammeln sich reichlich Kommunisten. Als eine Abteilung von etwa 100 Mann des Bundes der Frontsoldaten vorbeiziehen, kommt es zur Kollision. Einige Kommunisten durchbrechen die Absperrkette und entreissen den Stahlhelmern die Hakenkreuzfahne. Unverzüglich entsteht eine allgemeine Prügelei.

Erheblich ernster war der Zusammenstoss zwischen der Schutzpolizei und den Kommunisten vor den Toren Halles. Die Beschreibungen zur Lageentwicklung konvergieren, weichen aber in einigen Details doch voneinander ab. Es könnte sich etwa so zugetragen haben: Die Nachricht vom Kampf der Kommunisten mit der Schupo drang kurz vor der Denkmalsenthüllung, also gegen 1/2 1 Uhr zu den Massen. Die Volksstimme (Magdeburg) nennt es das Hauptunglück des Tages. Im südwestlich gelegenen Stadt Böllberg / Wormlitz hatte sich eine Gruppe von Kommunisten gebildet, der etwa 2 000 Mann aus Eisleben, Mansfeld und Leipzig angehörten. Auf dem Weg in die Stadt waren sie von der Schupo aufgehalten worden. Nach Druchführung anderer Sicherungsmassnahmen wandte sich die Schupo wieder dieser Gruppe zu. Beim Versuch sie zu zerstreuen, fielen von seiten der Demonstranten Schüsse. Darauf machte die Polizei von der Waffe gebrauch. Aus dem Demonstrationszug mit wenigstens 400 Personen erfolgte dann ein regelrechter Angriff auf die (Schutz-)Polizei und aus den Häusern prasselten Gewehrkugeln hernieder. Zwischen den Kommunisten und der Schupo, die den Zugang zur Stadt verhindern wollte, entwickelte sich ein regelrechter Kampf. Die Schupo war bei der Arbeitern schon lange verhasst. Diese Haltung dürfte die gesamten Widerstandshandlungen gegen sie geprägt haben. Tags darauf wandte sich die Leipziger Volkszeitung diesem Apsekt in einer ausführlichen Analyse unter der Überschrift Einst und Jetzt. Der Generalmarsch auf Leipzig zu. Einige Häuser durchsucht die Sipo. Hunderte Personen wurden verhaftet. Die veröffentlichen Meldungen über die Toten und Verletzten weichen voneinander ab. Nach Meldungen des Preussischen Pressedienstes - Stand 12. Mai - wurden vier Beamte schwer und einer leicht verletzt. Ein Beamter erlitt Verletzungen durch Messerstiche. Einer erliegt, meldet die Polizei später, seinen Verletzungen. Mindestens sechs Kommunisten, schätzt die Volksstimme (Magdeburg), "blieben auf der Strecke". Die Deutsche Allgemeine Zeitung und das Neue Grazer Tagblatt beziffern die Opfer auf dem Böllberg mit zehn Toten. Die Heerschau der Republikfeinde kostete den Kommunisten laut Leipziger Volkszeitung 12 Tote und 20 Verwundete. "Die kommunistische Parteileitung hat ihr Massen gegen die Polizei gehetzt," verkündete die Berliner Börsen-Zeitung am 12. Mai, "weil sie zu ihrer Propaganda Blutopfer braucht."

Zu einer weiteren Konfrontation zwischen Gegen-Demonstranten und Sicherheitskräften kam es in der Engelhardt-Brauerei in der Nähe des Paradiesplatzes, wo sich wenigstens 1 000 Kommunisten festgesetzt hatten. Die Polzei räumte das Gebäude. Mehrere Beamte wurden verletzt und ein Kommunist kam zu Tode.

In der Reilstrasse stossen kommunistische Demonstranten und Polizei zusammen. Um die Mittagszeit entsteht ein Handgemenge, in dessen Verlauf die Polizei von den ihren Schlagwaffen gebraucht machte. Dabei wurden drei Demonstranten verletzt. Einer von ihnen weigerte sich hartnäckig einen Verband anzulegen. (Vgl. Völkische)

Polizei und Sipo verhaften viele hundert Demonstranten, zumeist aus Berlin und Erfurt. Bei einem weiteren Zusammenstoß in der Reilstrasse werden ebenfalls Demonstranten verletzt. Laut "amtlicher Darstellung" wurden insgesamt 450 bis 470 Kommunisten verhaftet, die zum Teil noch vor Mitternacht wieder freigelassen wurden.

Volkspark Halle, 1906 als Vereinshaus der SPD errichtet.
(Alte Ansichtkarte, Hersteller und Fotograf nicht bekannt.)

Während der Parade auf der Rennbahn halten etwa 3 000 Kommunisten im Volkspark eine Versammlung ab. Seit der Eröffnung im Jahr 1901, dient der grosse Saalbau den Parteien als Versammlungsort. Auch grosse Kongresse fanden hier schon statt. Gegen 11 Uhr vormittags umzingelt und schliesst ein starkes Aufgebot der Schutzpolizei mit Maschinenpistolen und aufgepflanzten Bajonetten die Versammlungsteilnehmer im Gebäude ein. Im Saal brodelt es. Nach Mitteilung der Volksstimme (Magdeburg) bot man den Kommunisten an, dass Gebäude in ganz kleinen Gruppen verlassen zu können, was sie aber ablehnten. Über zwölf Stunden bleiben sie hier eingeschlossen. Gegen 2 Uhr nachts hebt die Polizei die Sperre auf.

 

Zwei Tage nach Aufbietung des völkischen Heerbanners in Halle präsentiert das monarchistisch und deutschnationale Bürgertum von Naumburg in der Stadtzeitung ihre Einschätzung. "Es bedeutet einen besonderen Fortschritt, dass diese symbolische Handlung [der Einweihung des Moltkedenkmals] in Halle, dem Zentrum des kommunistischen Mitteldeutschlands vor sich ging" und versinnbildlicht, "dass Zucht und Ordnung wiedergekehrt sind und dass die Erinnerung an Deutschlands große und stolze Zeit wieder eine Heimstätte auf deutschem Boden hat." Redaktion, Verlag und Druck des Naumburger Tageblatt befanden sich am Topfmarkt in Naumburg, geleitet von Heinrich Sieling (1870-1944), ab einem bestimmten Zeitpunkt von Paul Sieling (*1903). Ihr Umsatz stieg, als die Bevölkerung von Naumburg zunahm und die Stadt sich nach 1932 wirtschaftlich erholte. Die 1847 gegründete Firma H. Sieling stand der Deutschnationalen Volkspartei nahe und war dann der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei hörig. Der Kampf gegen den Bolschewismus in Sowjetrussland führte am 23. Juni 1942 den hochgeschätzten Betriebsführer, den Verleger des Naumburger Tageblattes und Leiter des Bezirkes Süd-Saale im Reichsverband der Deutschen Zeitungsverlage, den Gefreiten Paul Sieling in den Heldentod.
Er wurde 39 Jahre alt.

 

Den Deutschen Tag 1924 nennt der Vorwärts (SPD, Berlin) einen blutigen Tag und der Lübecker Volksbote (SPD) spricht vom Blutbad in Halle. Für die Berliner Börsen-Zeitung war es Der grosse nationale Tag in Halle, wo hingegen der Arbeiterwille aus Graz beklagt: Das Moltke-Denkmal mit dem Blute von zehn Arbeitern eingeweiht. Das alldeutsch, national-monarchistisch, deutschnational und völkisch gesinnte Bürgertum von Halle genoss die Wiedergutmachung für den Brunnensturz in der Neujahrsnacht 1922/23. Aus der Revanche war eine "Heerschau der Republikfeinde" (LVZ) und eine ungeheuerliche militaristische Orgie geworden, die im Ausland ein tiefes Misstrauen über die Friedenswilligkeit der Deutschen wecken musste. Oberstleutnant a.D. Duesterberg verlangte in der Festrede "die Wiedervereinigung aller in Mitteleuropa lebenden Deutschen zu einem neuen großen Deutschen Reich". Von Halle ging ein Ruf zur Neuordnung Europas aus.

Der Deutsche Tag 1924 war gut organisiert und ein Etappensieg des Nationalsozialismus von Unten. Er verlieh der Hakenkreuz-Bewegung in der Region Halle-Merseburg-Naumburg ernorme ideologische und organisatorische Impulse. Sie vermochte sich allgemein als eine kritische und dem Volk zugewandte Bewegung darzustellen.

Hingegen erhielten die Kommunisten, nicht nur im übertragenen Sinne gesprochen, einen heftigen Stoss in die Rippen. "So gab der 11. Mai 1924 den Anlass", erzählt KPD-Mitglied Max Benkwitz, geboren 1889, wohnhaft Zeitz, "eine organisatorische Kraft zu schaffen, die in der Lage war, den Bürgerkriegsgarden des Monopolkapitals mit aller Entschlossenheit entgegenzutreten. Im Frühsommer 1924 bildeten sich im Bezirk Halle-Merseburg und Thüringen die ersten Gruppen des roten Frontkämpferbundes." Jetzt gilt, wie der Lübecker Volksbote (SPD) seinen Bericht über das Blutbad in Halle schliesst:

"Kampf bis aufs Messer der Reaktion! Kampf bis aufs Messer den Machtansprüchen des Kapitalismus! Kampf bis aufs Messer der militaristischen und völkisch-nationalistischen Hetze!"

 

 

Abkürzungen

DAZ - Deutsche Allgemeine Zeitung

LVZ - Leipziger Volkszeitung

 

Benkwitz, Max: Bevor unsere Republik entstand. Erinnerungen. Zur Geschichte der Arbeiterbewegung im Bezirk Halle. Biographie und Erinnerungen. Heft 5. Herausgegeben von der Kommission zur Erforschung der Geschichte der örtlichen Arbeiterbewegung bei der Bezirksleitung Halle der SED, Halle 1972, besonders Seite 32

Bisher zehn Tote. "Volksstimme. Tageszeitung der Vereinigten Sozialdemokratischen Partei". Magdeburg, Dienstag, den 13. Mai 1924

Blutige Moltkefeier in Halle. "Die Neue Zeitung. Unabhängiges Tagblatt". Wien, den 12. Mai 1924

Blutiger Zusammenstoß in Halle. "Der oberschlesische Wanderer." Verlagsort Gleiwitz, Montag, den 12. Mai 1924

Blutiger Sonntag in Halle. "Vossische Zeitung. Berlinische Zeitung von Staats- und gelehrten Sachen." Berlin, den 12. Mai 1924

Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal - ein vergessener Monumentalbau. Die Geschichte eines Denkmals in drei Epochen deutscher Geschichte 1901- 1947. Schülerakademie Geschichte "Denkmal: Geschichte" der Frankeschen Stiftungen zu Halle.

Das Moltke-Denkmal mit dem Blute von zehn Arbeitern eingeweiht. "Arbeiterwille. Organ des arbeitenden Volkes für Steiermark und Kärnten". Graz, den 13. Mai 1924

Der Moltke-Tag in Halle. "Deutsche Allgemeine Zeitung. Tägliche Rundschau". [Kurz: DAZ]. Berlin, Montag, den 12. Mai 1924

Der grosse nationale Tag in Halle. Die Störungsaktionen der Kommunisten. 5 Tote und zahlreiche Verletzte. "Berliner Börsen-Zeitung", Montag, den 12. Mai 1924

Der "Deutsche Tag " in Halle. Berliner Tageblatt und Handelszeitung. Abendausgabe. Berlin, Montag, den 12. Mai 1924

Der deutsche Tag in Halle. "Jenaer Volksblatt. Zeitung der deutschen demokratischen Partei". Jena, Dienstag, den 12. Mai 1924

Der Deutscher Tag in Halle. "Salzburger Volksblatt", Salzburg, den 12. Mai 1924

Der grosse nationale Tag in Halle. Die Störungsaktionen der Kommunisten. 5 Tote und zahlreiche Verletzte. "Berliner Börsen-Zeitung". Berlin, den 12. Mai 1924

Der Sonntag in Halle. Eine Erklärung des Reichsministers des Inneren. "Vossische Zeitung. Berlinische Zeitung von Staats- und gelehrten Sachen." Morgen-Ausgabe, Berlin, den 13. Mai 1924

Deutscher Tag in Halle. "Naumburger Tageblatt", Naumburg, Montag, den 12. Mai 1924

(Deutscher Tag) Wer ist verantwortlich. "Naumburger Tageblatt", Naumburg, Dienstag, den 13. Mai 1924

Die blutige Denkmalsweihe in Halle. "Berliner Volks-Zeitung". Berlin, Montag, den 12. Mai 1924

Die Denkmalseinweihung in Halle. "Neues Grazer Tagblatt. Abendausgabe". Graz den 12. Mai 1924

Die Heerschau der Republikfeinde. "Leipziger Volkszeitung. Organ für die Interessen des gesamten werktätigen Volkes". Leipzig, den 12. Mai 1924

Die Kommunisten im Saale eingeschlossen. (Unterabschnitt in "Strassenkämpfe in Halle"). "Volksstimme. Tageszeitung der Vereinigten sozialdemokratischen Partei." Magdeburg, Dienstag, den 13. Mai 2014

Die Spengattentate in Halle. "Salzburger Volksblatt", Salzburg, den 10. Januar 1923

Duesterberg, Oberstleutnant a.D.: Rede am 13. Mai 1924 zur Einweihung des Moltke-Denkmals zum Deutschen Tag in Halle. Zitiert nach: Der "Deutsche Tag". "Deutsche Allgemeine Zeitung. Tägliche Rundschau." Ausgabe Gross-Berlin, 13. Mai 1924, Seite 1

Ein Jena der Republik. Der Schwarze Sonntag in Halle. (Von unserem Sonderberichterstatter). "Berliner Volks-Zeitung. Abendausgabe". Berlin, Montag, den 12. Mai 1924

Eine amtliche Darstellung der Zusammenstösse in Halle. "Berliner Volks-Zeitung". Berlin, Montag, den 12. Mai 1924

Einst und Jetzt. "Leipziger Volkszeitung. Organ für die Interessen des gesamten werktätigen Volkes". Leipzig, den 12. Mai 1924

Flugblatt der KPD gegen den Deutschen Tag in Halle und gegen die SPD-Politik. Originaltitel: "An die Arbeiter! An die SPD.-Arbeiter! An die Schupo!" Herausgeber: Kommunistische Partei Deutschlands (KPD), Friedrichstadt-Druckerei. Berlin, den 11. Mai 1924. Online Website Deutsche Historisches Museum (Berlin), Objektdatenbank: https://www.dhm.de/datenbank/dhm?seite=5&fld_0=D2004496

Graff, Sigmund: Gründung und Entwicklung des Bundes. In: Seldte, Franz (Herausgeber): Der Stahlhelm. Erinnerungen und Bilder aus dem Jahre 1918-1933. Band 1. Stahlhelm-Verlag GmbH Berlin 1934, Seite 19 bis 107

Harrison, Ted: "Alter Kämpfer" im Widerstand. Graf Helldorff. Die NS-Bewegung und die Opposition gegen Hitler. In: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte. Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart, 45 (1997) 3, Seite 385 bis 423

Heidenreich [, Robert]: über "Das wahre Gesicht der Demokratischen Partei". "Naumburger Tageblatt. 1. Beilage zu Nummer 287. des Naumburger Tageblatts". Naumburg, den 6. Dezember 1924

Kügler, Tobias: Vom Kaiserdenkmal zum "Fahnenmonument" der Oktoberrevolution: Der Hansering als Ort der politischen Erinnerungskultur (1901-1967). In: Jahrbuch für hallische Stadtgeschichte. Herausgegeben in Verbindung mit dem Verein für Hallische Stadtgeschichte e.V. von der Stadt Halle (Saale), 2004, Seite 77ff.

Ludendorff herrscht in Halle. "Vorwärts. Berliner Volksblatt. Zentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands". Berlin, den 12. Mai 1924

[Sieling, Todesanzeige] Zeitungsverleger Paul Sieling. "Naumburger Tageblatt", Naumburg, den 9. Juli 1942

Studiengruppe Naturalismus. Studiengruppe "Naturalismus, völkische Subkulturen, Ethik und Politik seit 1900 / Ludendorff-Bewegung". Einhunderttausend Deutsche auf dem "Deutschen Tag" in Halle, Mai 1924. http://studiengruppe.blogspot.de/

Strassenkämpfe in Halle. "Volksstimme. Tageszeitung der Vereinigten Sozialdemokratischen Partei". Magdeburg, Dienstag, den 13. Mai 1924

Todesopfer in Halle. Kämpfe zwischen Kommunisten und Polizei. "Prager Tagblatt". Prag, den 13. Mai 1924

[Versammlung] Nationalistendemonstartion in Halle. "Vorwärts. Berliner Volksblatt. Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratischen Partei Deutschlands", Berlin, den 8. Januar 1923

Völkische Provokationen. (Unterabschnitt in "Strassenkämpfe in Halle"). "Volksstimme. Tageszeitung der Vereinigten sozialdemokratischen Partei." Magdeburg, Dienstag, den 13. Mai 1924

10 Tote bei den Kommunisten. "Neues Grazer Tagblatt. Abendausgabe". Graz, den 12. Mai 1924

Zweierlei Mass. (Unterabschnitt in "Strassenkämpfe in Halle"). "Volksstimme. Tageszeitung der Vereinigten sozialdemokratischen Partei." Magdeburg, Dienstag, den 13. Mai 1924

 

Bildnachweis

Moltke-Denkmal, 11. Mai 1924, "Deutscher Tag". Einweihung. Bundesarchiv, Bild 102-00400 / CC-BY-SA

Vorbeimarsch an der Tribüne. Deutsche Tag in Halle, 11. Mai 1924
Bundesarchiv, Bild 102-00403 / CC-BY-SA 3.0

Aufstellung der Generalität. Deutsche Tag in Halle, 11. Mai 1924
Namensnennung: Bundesarchiv, Bild 102-00399 / Georg Pahl / CC-BY-SA 3.0

Autor: Detlef Belau

6. Juni 2010