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Tausend-Mark-Schein-Winter.
Mythos und Wirklichkeit

 

Noch immer geistern Legenden und Mythen über ihn durch Grossjena, Naumburg und Umgebung. Viele hörten vom Tausend-Mark-Schein-Winter, kennen manche Anekdote, wissen aber ansonsten wenig bis nichts über ihn. Woher auch? Stadt und Regionalgeschichte kümmerten sich bisher nicht um ihn.

Zur Lage von Grossjena bei Naumburg (Saale)
 
Blick nach Großjena,
Weinberge, mit ehemaligen Wohnhaus von Gustav Winter (2007)

Gustav Winter wurde am 11. Mai 1882 in Magdeburg geboren. Seit Anfang der 20er Jahren lebt er als Publizist, Herausgeber der Zeitschrift Wahrheit und Recht, Freizeit-Forscher und Betriebsanwalt in Großjena bei Naumburg. Er ist verheiratet und hat zwei Söhne. Um 1928 verdient er nach eigenen Angaben jährlich 50 000 Mark. Und auf seinem Bankkonto liegen 160 000 Mark.

Aufmerksamkeit erheischt, wie er am 19. November 1919 im Vorwärts (SPD) sein Buch Der Taylorismus bewirbt:

"Taylorisieren Sie!
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und wie man es in Deutschland einführt von Gustav Winter.

Praktisches Lehrbuch für Praktikanten, Ingenieure und Betriebsleiter, Gewerkschaftsführer und Arbeiter. ...."

Eine Zeit lang arbeitete er als Kriminal-Reporter bei der Leipziger Abendzeitung. Möglich, dass dies seine Phantasie anregte und in eine bestimmte Richtung lenkte.

Bald wandte sich der Fachmann für Taylorisierung der Arbeit anderen Einnahmequellen zu. 1926 entstand auf seine Initiative hin der

Deutsche Volksbund "Wahrheit und Recht",

dem sich gut 100 000 Mitglieder anschlossen. Eine Redaktion unter Leitung von Platon (= Winter) edierte die Zeitschrift Wahrheit und Recht (= WuR). Gemeinsam trieb die Mitglieder des Volksbundes, die Zeitschriftenredaktion und Gustav Winter der Endkampf um die Aufwertung der rotgestempelten Tausendmarkscheine voran. Bald ward der Betriebsanwalt aus Grossjena Der grosse Held der kleinen Leute (Hans Bauer). Das hielt ihn nicht davon ab, die Kampagnen gegen die Inflationsidioten, wozu er beispielsweise den Präsidenten der Reichsbank Hjalmar Schacht zählte, zum monetären Massenbetrug auszugestalten. Gustav Winter war

Der einzige,
der von den "Rotgestempelten" leben konnte
,

titelt die Münchner Abendzeitung am 17. September 1928.

Der Heiland der Inflationsgeschädigten war ein Betrüger. Und das in mehrfacher Hinsicht. Er produzierte den Film

Den grossen [Inflations-] Betrug.

Vor der Aufführung in den Kinos verkaufte Philantropa, Kultur-Film-Gemeinde deutsche Städte e.V., für die Gustav Winter und E. Linke (Leipzig) als Geschäftsführer zeichnen, Filmpässe, ohne jedoch die Gegenleistung zu garantieren. Und das war noch das Geringste. Ihm war, wie das Leipziger Gericht am 19. Juli 1929 in der Revisionsverhandlung herausfand, völlig klar, dass eine Aufwertung des Geldes nicht mehr möglich war. Davon wollten seine Anhänger nichts bemerken, sondern folgten ihm im Glauben an das Wunder auf dem Fuss. Seine Parteigänger bestachen durch Glaubensfreudigkeit, Bekennersucht und Führer-Gehabe. yy Da war sie wieder, die grosse Glaubensfreudigkeit der Deutschen, von der Ernst Borkowsky (1860-1947), Lehrer, Schuldirektor und Historiker, in Unser heiliger Krieg (1914) sprach. Aus Anlass der ersten Verhandlung am 9. Oktober 1928 in Leipzig sandten 24 000 Winter-Gläubige Sympathiebriefe an das Gericht. Vier Jahre später sammelten sie 35 000 Unterschriften, damit ihr Führer als 5. Präsidentschaftskandidat kandidieren konnte. Alles geradezu ideale Voraussetzungen, um auf dem Gebiet der Volksverdummung epochale Leistungen zu erbringen. Gustav Winter nutzte die Chance.

Am Tag der Präsidentschaftswahlen, den 13. März 1932, sitzt der

Anwärter für das
höchste Amt des Staates

im Bautzener Gefängnis ein. Seit dem vergangenen Juni. Erst im April wird er wahrscheinlich nach Großjena zurückkehren können, schreibt Der Abend (Berlin) am 9. März 1932.

Betriebsanwalt i.R.
Gustav Winter
(1882-1936)

1928/29 mischte der moderne Heiland (Leipziger Volkszeitung) in Naumburg beim Bau der

Panzer-Propagandawagen

mit. Als die Vehikel in der bankrotten Devoli (Deutsche Volkslichtspiele Naumburg) verotteten, die Rotgestempelten nicht mehr zum Gewinnmachen taugten, die Kandidatur zum Reichspräsidenten gescheitert, fand er im Orga-Kult ein neues Arbeitsgebiet. Mittels spezieller Experimente, doch immer ohne Anwendung von Düngemitteln, untersuchte Gustav Winter in Grossjena den Einfluss des Magnetismus auf Pflanzen und die Möglichkeit der Ertragsteigerung landwirtschaftlich genutzter Böden. Dies machte ihn in den 30er Jahren national und international bekannt. Am 5. November 1935 sendet er sein Buch

Der Orga-Urkult (Erdmagnetokultur)

an den Reichskanzler Adolf Hitler in Berlin. Ihm liegt ein Brief, wo es heisst:

"Der Unterzeichnete gestattet sich hierfür unter Hinweis auf verschiedene Aufrufe seitens der hohen Reichsregierung zur Mitarbeit jedes Einzelnen am Wiederaufbau Deutschlands beiliegende Abhandlung zur gefälligen Einsicht vorzulegen und nachstehendes Angebot zu machen."

Orga heisst lebendige Höchstspannung der Organismen und ist eine Eigenschaft aller Organismen. "Urkult ist", erklärt Gustav Winter, "die umgekehrte, aber richtige Bezeichnung für Kultur" (1935). Der Effekt des Orga-Urkult - gesunde Ernte auf allen Böden ohne jede Düngung und Fachpflege - beruht auf der Beobachtung, dass in der Umgebung von in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Eisenbahnschienen oder Eisendrähten, ein verstärktes Wachstum von Pflanzen zu verzeichnen ist.

Beim Führer des Deutschen Reiches wirbt er mit den Worten:

"Der Autor ist der Entdecker und Erfinder des in dem Buche geschilderten Orga-Kultes, der zunächst für die deutsche Landwirtschaft höchstleistend nutzbar gemacht werden kann. Schon bei Antritt der Regierung des Herrn Reichskanzlers und Reichspräsidenten hat der Autor seine Sache der Regierung angeboten, jedoch keinerlei Antwort erhalten, was er auf den Drang der Geschäfte der neuen Regierung zurückführte. Die widrigen Umstände und das ungünstig veränderte Klima in den letzten Jahren und andre Hemmungen lassen jedoch heute das Problem der gesicherten Volksernährung außerordentlich aktuell und dringend erscheinen. Der Autor bietet deshalb der Reichsregierung von neuem den Erwerb der Entdeckung und Erfindung als Monopol zu den denkbar günstigsten Bedingungen an. Wenn die hohe Reichsregierung die Erfindung annimmt und die Lizenz bzw. das Nutzungsrecht kostenlos an die deutschen Bauern, Gärtner und Siedler abgibt, so würde der Autor nur ein Drittel seiner persönlich aufgewendeten Kosten (von über dreihunderttausend Reichsmark), also eine einmalige Abfindung für die Gesamtlizenz in Höhe von 100 000 RM [Reichsmark] beanspruchen.

Die Sache selbst ist, soweit dies heute möglich, in dem überreichten Buche dargestellt. Für die Richtigkeit des darin Dargestellten können jederzeit die angedeuteten Zeugen genannt werden. Bei schnellster Annahme der Erfindung wäre ein sofortige Prüfung noch in diesem Jahre möglich bzw. einzuleiten …." (Orga-Kult)

Was Gustav Winter hier im November 1935 startete, war die Vorbereitung zu einem weiteren Volksbetrug. Denn die Ergebnisse seiner Experimente zur Erdmagneto-Kultur waren einmal mehr erst im Februar 1935 öffentlich publiziert worden. Die Landesanstalt für Pflanzenbau und Pflanzenschutz München überließ ihn im Jahre 1933 auf einem Versuchsgut Grundstücke, die Winter selbst auswählen und nach seinem Verfahren ausrüsten durfte. Er durchzog, berichtet die Frankfurter Zeitung am 7. Februar 1935 weiter, die Grundstücke mit 35 Zentimeter tiefen, ein Meter voneinander entfernten Gräben, in die er nach einer von ihm geheim gehaltenen Anordnung verzinkte Eisendrähte legte. Das Ergebnis war, dass die Erträge auf den mit Erdmagneto-Kultur behandelten Grundstücken bedeutend niedriger waren als bei der allgemein üblichen landwirtschaftlichen und gärtnerischen Anbauweise.

Die Zeitschrift für praktische Landwirtschaft und Heimatpflege, Der fortschrittliche Landwirt, berichtet 1937 über Gustav Winters Experimente. Direktor Strobel von der Versuchsanstalt für Pflanzenbau und Pflanzenschutz in München, heisst es dort, trat bei einem Prozess in Halle als Sachverständiger auf und bezeichnete den Orga-Kult "als laienhaft, oberflächlich und völlig wirr". Durch die Erdmagnetokultur stiegen die Erträge nicht an, sondern bleiben um etwa ein Drittel hinter der allgemein üblichen Anbauweise zurück. Der Autor des Buches trickste, indem er sein Anbauland als unfruchtbar und steinig bezeichnete, um so seine Erfolge augenfälliger zu machen. Hingegen beurteilten die Fachleute die Qualität des Anbaulandes als sehr gut. "Würde die Wintersche Antidüngerpropaganda auch nur die Hälfte unserer deutschen Bauern überzeugen," sagte Strobel vor Gericht in Halle, "so ständen wir vor einer Ernährungskatastrophe."

 

Der große Betrug

Die Übersiedlung von Gustav Winter nach Grossjena fällt in die Inflationszeit. Ihnen fesselt das Thema und er entfacht dazu eine beachtliche publizistische Tätigkeit. 1927 veröffentlicht er die Schrift

Der große Betrug - der Inflation und Deflation,

eine Kampf- und Aufklärungsschrift des deutschen Volksbundes "Wahrheit und Recht".

Die Inflation rollte über Deutschland wie eine Lawine hinweg, erklärt der Wirtschaftsexperte aus Großjena. Sie vernichtet gewaltige Werte und Güter. Schuld sind die dunklen Kräfte Rathenau, Erzberger, Scheidemann und ihre Vorder- und Hintermänner. Schuld ist Hjalmar Schacht (1877-1970), der mit den Worten zitiert, dass sich die wirtschaftlich Geschulten auf Kosten der Unwissenden bereicherten. Gleichzeitig wirkt er maßgeblich an der künstlichen Verlängerung der Inflation mit. Noch im Frühjahr 1923, meint Gustav Winter, wäre es mit guten Willen möglich gewesen, die Inflation zu stoppen. Einige hundert Millionen Goldmark reichten aus, um das Übel zu beheben. Aber nein, der wahnwitzige und ehrgeizige Streber Hjalmar Schacht - seit Herbst 1923 Reichswährungskommissar - ruiniert alles planmäßig, indem er die Papiermark durch Einführung der Rentenmark ab 15. November 1923 saniert. Zunächst besteht diese neben der alten Papiermark. Dann wird sie bei der Reichsbank zum Kurs von 1 Billion Papiermark = 1 Rentenmark = 1 Reichsmark umgetauscht. Und darum geht es, so kann man Winters Problem reformulieren, er ist mit dem Umtauschkurs nicht einverstanden.

Gustav Winter (1882-1936)
in seiner Lieblingspose

Der Wertverlust des Geldes beherrscht nun das Leben von Gustav Winter. Ihn bewegt, dass die Bürger die großen Verlierer der Inflation sind. Als Gewinner sieht er das internationale Finanzkapital und auch das Reich, die Länder und Gemeinden, die nun frei von Schulden sind. Eigentlich werden nun Steuererleichterungen erwartet. Aber, im Gegenteil, dem Volk werden weitere Kosten aufgebürdet.

Die Inflation bewegt die Bürger. Und so konnte sich der Betriebswirt eines Publikums gewiss sein. Virtuos jongliert er mit den Begriffen "Versailler Diktat", "Inflation", "Deflation", "Dawes-Plan", "Wirtschaftsniedergang", "Volksverrat" und "Volksbetrug". Zu oft gleitet er in theatralische Vorwürfe gegenüber dem Reichsbankpräsidenten ab. Diktion und Sprache seiner Argumentation erinnern mehr an die heutige Yellow-Press als an soliden politischen Journalismus.

 

Deutscher Volksbund "Wahrheit und Recht"

Seit 1926 erscheint in Leipzig die Wochenschrift für Wiederaufbau und Ausbau der deutschen Wirtschaft "Wahrheit und Recht" (= WuR). Gustav Winter publiziert hier unter dem Synonym Platon und leitet die Redaktion. Typisch für ihn der Satz:

"Deutschlands Elend wurzelt gerade darin, dass es heute nur noch so wenig wahrhaft deutsche Männer und Frauen gibt." (WuR 24.4.1931, 3)

Die Mitteilungen an die Mitglieder des Volksbundes zeichnet er mit

"Sieghaft wie immer trotz allem
und Treudeutsch Euer G. Winter".

Der grosse deutsche Neugestalter ist sehr aktiv. Die AZ am Abend aus München informiert am 1. März 1927 darüber, dass am nächsten Sonntag mit ihm eine verbotene Aufwertungsversammlung geplant ist. Weil er als unguter Geschäftemacher bereits bekannt, verbietet die Polizei die Versammlung.

Wahrheit und Recht kämpft für die Aufwertung der entwerteten Vorkriegsbanknoten und eine Inflationsentschädigung. Nach Aussage des Vereinsvorsitzenden zählt der Bund etwa drei Millionen Mitglieder. Das Programm fasst ihr Führer so zusammen:

"Zeigt dem Volke, wie es durch die Bonzen in allen politischen Parteien belogen und betrogen wird so lange, bis der ganze elende, heuchlerische Parlamentarismus zusammengekracht ist und der Weg frei wird für eine vernunftgemäße, überparteiliche Diktatur seitens eines ehrlichen Volksführers in Deutschland." (WuR 24.4.1931, 3)

 

 

Kandidat zu den Präsidentenwahlen

1932 kandidiert Gefängnisinsasse Gustav Winter zur Reichspräsidentenwahl. Problemlos brachte er die hierfür erforderlichen 35 0000 Unterstützungs-Unterschriften zusammen. Nach der Auszählung bleiben für ihn am Abend des 13. März 1932 111 470 Stimmen (= 0,3 Prozent). Sieben Tage später richtet er aus der Haftanstalt in Bautzen an den Reichswahlleiter folgendes öffentliches Schreiben:

"Es wird mir vertraulich mitgeteilt, daß die fanatischsten meiner Anhänger beabsichtigen; unter allen Umständen eine neue Kandidatur meinerseits für den zweiten Wahlgang durchzusetzen. Ich erkläre deshalb generell, daß ich aus staatspolitischen Gründen nicht wieder kandidiere. Schon die erste Kandidatur war ja, weil an sich unbedeutend und nicht störend, nur als eine Vertrauensdemonstration eines Teiles meiner Anhänger zu betrachten, die die meisten in der politischen Betätigung nicht beeinträchtigt hat.

Mit ausgezeichneter Hochachtung!
Betriebsanwalt Gustav Winter,
Großjena,
Sächsische Gefangenen Anstalt I." (Vertraulich)

Zum zweiten Wahlgang am 10. April 1932 tritt er nicht mehr an.

 

Kampfmaschine gegen das internationale
Finanzkapital oder Hugenberg-Kutsche?

Ein großartiges, billiges und wirksames Propagandainstrument im Kampf gegen die Macht des internationalen Kapitals und die Bonzen erblickt Gustav Winter in der

Devoli.

Ihre Film- und Tonstudios sowie Lager-, Material-, Verpackungs- und Verwaltungsräume befinden sich in Naumburg im früheren Garnisonslazarett (Nordstraße) auf dem Spechsart.

 
   
 

Das Devoli-Mobil als Wanderkino. Auf der Filmleinwand steht geschrieben: Der deutsche Volksbund "Wahrheit und Recht" ist die größte Organisation
des ganzen Deutschen Volkes.

   
   
 
   
 
Panzer-Propaganda-Wagen
   
 
Auf der Projektionsfläche steht geschrieben:
 
Durch
Wahrheit und Recht
gegen
Versailler-Vertrag
gegen
den Kriegsschuld-Irrtum
für den Völkerfrieden.
   
 
   
 
Die Antwort der Gegner
   
 

Wahrheit und Recht. Jahrgang 4, Nummer 8. Leipzig, den 22. Februar 1929, Seite 7

 

Winter meint aber nicht die Firma Deutsche Volkslichtspiele, sondern die mit gleichen Namen ausgestatteten

Propaganda-Kampfmaschinen,

sozusagen Wanderkinos, eine Art Propaganda-Mobile. Die Erbauer montierten 1927 auf ausgedienten Panzerautos Kinoprojektoren mit Projektionswänden. Damit kann man, ruft Winter mit kindischer Freude aus, überall hinfahren und Kino machen. "Musste das Kinopublikum sich bisher die ekelhaften Hetz- und Zersetzfilme amerikanischen Ursprungs einfach gefallen lassen, weil weder gute Filme greifbar, noch Kinos frei waren, so vermögen wir heute mit unserer Devoli Wandel zu schaffen; Wir bringen das Gute vor das Volk." (WuR 22.2.1929, 10) Endlich können jetzt, gibt er seiner Hoffnung Ausdruck, nationale Kinoproduktionen gezeigt werden, die nach Beseitigung der friedensstörenden Verträge (Versailles, Dawespakt) der Völkerverständigung dienen sollen.

Als Erfinder des Film-Panzerwagen-Geschwaders gelten Adelbert Karl Werner Graf von der Schulenburg (Burgscheidungen) und der ehemalige Hofschauspieler am Sächsisch-Meiningschen Hoftheater (1907-1914) Erich Claudius (1889-1940), der am 3. August 1927 die Deutschen Volkslichtspiele GmbH (Devoli) mit Sitz im ehemaligen Garnisonslazarett (Nordstraße) gründete.

Glaubt man den Worten von Gustav Winter, dann finanziert der Graf, was wahrscheinlich übertrieben ist, die Panzer-Propaganda-Wagen mit 800 000 Mark. Insgesamt sind es vielleicht eher 360 000 Mark, von denen etwa 160 000 Mark in die Devoli-Wagen flossen. Die Filmautomobile sind eine Weltneuheit. Doch sehen die Linksparteien in diesen Propaganda-Maschinen nicht eine Geheimwaffe, sondern eine Hugenberg-Kutsche. Aber die regierenden Koalitionsparteien streichen der Firma Devoli die Aufträge. Nach sechs Monaten folgt der Konkurs.

Die Lagerung und Entsorgung der Propaganda-Tanks erfolgte in Naumburg. Gustav Winter erfährt davon. Für so etwas hat der Winter Geld, teilt er mit und wirbt um weitere Geldgeber. Die Tanks werden aufgemotzt. Die Projektionsfläche für das Kinobild wird vergrößert, Lautsprecher werden montiert. Technisch gesehen, können nun alle Filme gezeigt werden. Auch Benito Mussolini (1883-1945) besitzt so einen Panzer-Propaganda-Wagen, protzt der Führer des Volksbundes Wahrheit und Recht. "Die Devoli ist in unserer Hand!", triumphiert Wahrheit und Recht am 22. Februar 1929.

 

Der grosse Betrug und
die
Filmgesellschaft Philanthropa

Der aus der Aufwertungsbewegung bekannte sog. "Betriebsanwalt" und Wanderredner Gustav Winter ist am 11. Juli 1929 in der Berufungsinstanz wegen Betruges zu ein Jahr und drei Monaten Gefängnis und zu 20 000 Reichsmark Geldstrafe verurteilt wurden, teilt das Ministerium des Inneren im Erlass vom 10. Dezember 1929 mit. Dessen ungeachtet setzt er seine Aktivitäten fort, wozu er neuerdings einen von ihm produzierten Film, Der große Betrug, einsetzt. Eine Genehmigung zur Aufführung ist bisher nicht nachgesucht worden, mit einer Zulassung, hebt der Runderlass hervor, ist auch nach dem, was bisher bekannt geworden ist, gemäß den gesetzlichen Bestimmungen kaum zu rechnen. Welch umspannende Aktivitäten Winter entfaltet, ist indirekt daran erkennbar, dass der Landrat von Belgard an der Persante, eine Kreisstadt in der polnischen Woiwodschaft Westpommern, am 27. Dezember 1929 die Bürger ersucht, gegen jede unerlaubte Vorführung des Films einzuschreiten.

Philanthropa - 15. Februar 1929

Es lag der Verdacht vor, dass Gustav Winter versuchen wird, den Film über "Philanthropa" zur Aufführung zu bringen. Ihr stehen Edmund Linke aus Leipzig und Gustav Winter aus Großjena als Geschäftsführer vor. Sie wurde am 25. Februar 1929 gegründet. Die "Filmgesellschaft" Philanthropa, internationales Kultur-Film-Propaganda-Institut E. Linke & Co. Kommanditgesellschaft (Leipzig), organisiert und führt den Kampf gegen Überfremdung und Monopolherrschaft.

Wer will, teilt man öffentlich mit, kann auch für 100 Mark Anteile an der Firma kaufen. Direktor E. Linke ist dem Cineasten als Produzent und Regisseur von Satan Diktator (Leipzig 1919) und Orientfieber (Leipzig 1923) bekannt. Im Manifest von "Philanthropa Kulturfilm" formulieren ihre Geschäfts-Philosophie:

"Wir spucken den internationalen Hetzern wiederum in die Suppe, wir stellten schon längst den amerikanischen Hetzfilmen eine scharfe Gegenpropaganda und europäische Friedensfilme gegenüber (italienische, deutsche, französische, schwedische!) und werden dafür sorgen, dass statt Zersetzung der Staaten von Europas - die Vereinigten Staaten von Europa entstehen, ob nun die Herren beamteten Diplomaten Europas dies heute schon völlig begreifen oder nicht."

Dadurch wird überall, doch "zunächst aber in Deutschland Wahrheit und Recht zum Siege kommen" (WuR 22.2.1929, 13).

Intendiertes Ziel der Kulturkampfgruppe blieb die Aufführung des nicht zugelassenen Films

Der große Betrug,

was dann erst 1931 vor dem Gericht in Leipzig geschah.

 

Gerichtsprozesse in Leipzig

Am 2. Oktober 1928 muss sich der Führer des Deutschen Volksbundes für Wahrheit und Recht dem Schöffengericht in Leipzig stellen. Der Staatsanwalt ermittelte, dass er Aufwertungsinteressenten 1925/26 annähernd 600 000 Broschüren zum Preis von je einer Mark verkaufte, deren realer Wert aber nur 0,10 Reichsmark entsprach. Wegen Betruges wird er im November 1928 zu einem Jahr und drei Monate Gefängnis sowie 20 000 Reichsmark Strafe verurteilt.

"Die Dreistigkeit und Skrupellosigkeit, mit der er vorgegangen sei, um sich und seiner Familie eine sorgenfreie Existenz zu schaffen," hebt die AZ am Abend am 9. November 1928 hervor, "müsse als strafverschärfend angesehen werden."

 

Aus Anlass des Todes von Gustav Winter erinnern 1936 die Bremer Nachrichten nochmal daran:

"Winter hatte sich zum Anwalt der Leute gemacht, die im Besitz von rotgestempelten Vorkriegsbanknoten waren. Es war ihm gelungen, jahrelang von den Beiträgen der Banknoteninhaber zu leben, die er in einem Verein Deutscher Volksbund für Wahrheit und Recht zusammengeschlossen hat. Solange man hoffen konnte, einen Aufwertungsprozess zu gewinnen, war gegen dieses Treiben nicht aufzukommen. Denn die Erhebung von unberechtigten Ansprüchen ist nicht strafbar. Die Rechtslage änderte sich aber, als durch Entscheidung des Reichsgerichts vom 20. Mai 1926 die Aufwertungsansprüche endgültig als haltlos festgestellt wurden. Nun lag Winter schief, schwindelte aber weiter."

 

Winter legte Widerspruch gegen das Urteil ein.

Nach 26. Verhandlungstagen bestätigte am 11. Juli 1929 die 6. Grosse Strafkammer des Leipziger Landgerichts das Urteil von 1928. Die Berufung wurde auf Kosten des Angeklagten verworfen. Im Verlauf der Verhandlungen kam es zur Verlesung einiger seiner Aufsätze aus Wahrheit und Recht und Offenlegung finanzieller Vorgänge. Als Beweismittel bringt das Gericht den für die breite Öffentlichkeit produzierten Film

Der große Betrug

zur Vorführung.

Es stellte ausserdem fest, dass er seine Anhänger über die realen Möglichkeiten der Aufwertung planmässig täuschte. In der Urteilsbegründung wurde festgestellt, hebt der Vorwärts (SPD) am 9. November 1928 hervor, dass er seine zahlreichen Anhänger jahrelang und auf schwerste betrogen hat. Trotzdem überschütteten sie ihn und die Verteidiger nach der Urteilsverkündung mit Blumen. Als Winter vor die Tür des Gerichtsgebäudes trat, empfingen ihn seine Getreuen mit:

"Unser großer Führer,
er lebe hoch!"

Bericht in "Wahrheit und Recht" (Vollbild)

Im Sommer 1931 muss sich Gustav Winter erneut einem Gerichtsprozess in Leipzig stellen.

In den Morgenstunden des 19. April 1931 wollen ihn in Großjena zwei Landjäger verhaften. Wegen einer erkennbaren Erkrankung, ziehen sie ohne ihn wieder ab. Drei Tage später stellt er sich freiwillig der Polizei. Über die Ausgabe von Wahrheit und Recht vom 24. April 1931 wendet sich Gustav Winter an seine Gefolgschaft: "Die Stunde hat nun doch geschlagen in der ich als der Führer des Deutschen Volksbundes Wahrheit und Recht bis auf weiteres von Euch allen fort und für alle,

für unseren gerechten Kampf gegen
die Volksbetrüger ins Gefängnis gehen muss."

Erneut teilt er sich am 5. Mai 1931aus der Untersuchungshaft über sein Überparteiliches Kampforgan für das gesamte arbeitende und denkende deutsche Volk mit. Danach soll er gegen eine Notverordnung verstoßen haben, was wiederum eine Lüge war.

 

In politischen Kreisen stösst der Betriebsanwalt aus Grossjena auf Widerstand. Darauf spielt Wahrheit und Recht am 12. September 1929 mit der ironischen Schlagzeile an:

"Werft Winter ins Gefängnis -
Er hat das Volk erregt - - !"

Bereits 1926 erschien seine Schrift Mein Schlußkampf mit der Reichsbank und ihren heimlichen Helfern!. Damit nicht genug: Am 2. Januar 1931 stellt er beim Oberreichsanwalt des Reichsgerichts Leipzig:

"Stafanzeige gegen Unbekannt wegen Urkundenfälschung und Betrug, begangen 1924 im Amt, gegenüber dem Reichsrat, dem Reichstag und dem Volke, betreffend die Bewertung der alten Roten der Reichsbank."

Nun soll er, schreibt er an seine Kampfgenossen (WuR 22.5.1931, 1), mundtot gemacht werden.

 

Mitteilung über den Tod von Anna Winter in "Wahrheit und Recht"

Der Leipziger-Prozess von 1931 dauert über 24 Tage. Wegen seiner langjährigen Gallenerkrankung, muss gelegentlich ein Verhandlungstag ausfallen. Ausserdem hat er einiges zu verkraften. Erst im Mai 1931 starb nach einem vierjährigen Magenkrebsleiden seine Ehefrau und die Bundesmutter Anna Winter. Zur Beerdigung erschien er in Kapitänsuniform.

"Betriebsanwalt Gustav Winter," meldet das Naumburg Tageblatt am 1. Oktober 1931, "dessen Verurteilung wegen Betrugs zu einem Jahre drei Monate Gefängnis schon seit Jahr und Tag rechtskräftig geworden ist, konnte bisher den Strafantritt immer vermeiden, da er erklärte, infolge eines Leidens nicht haftfähig zu sein und dies auch mit ärztlichen Zeugnissen belegte. Vor kurzer Zeit erschien er aus dem gleichen Grunde auch nicht in einer Berufungsverhandlung, in der er sich wegen Steuerhinterziehung verantworten sollte. Auch hier hatte er ein ärztliches Zeugnis eingeschickt und blieb in seinem Landhaus in Großjena. Das Gericht ordnete aber eine Untersuchung durch den Kreisarzt an, der Winter für verhandlungsfähig erklärte. Nunmehr wollte man Winter auch seine Strafe antreten lassen und er wurde in Leipzig zum Strafantritt vorgeführt."

Wie sein Schreiben an den Reichswahlleiter am 20. März 1932 bezeugt, verbüsst er seine Haft in der Sächsischen Gefangenen Anstalt I (Bautzen).

 

 

Der Tod von Gustav Winter

Am 16. Dezember 1935 wird der Obervertrauensmann der Inflationsgeschädigten nach einer Hausdurchsuchung in Großjena in Schutzhaft genommen.

Gemäß der Verordnung von 4. Februar 1933 werden in Sachsen sämtliche Druckschriften von Gustav Winter beschlagnahmt und eingezogen. Der Lagebericht der Staatspolizeistelle Halle vom November 1935 hält dazu fest:

"Die zu gleicher Zeit in zentraler Bearbeitung durch die Stapo Halle in größtem Ausmaße geführten Erhebungen gegen Funktionäre und Anhänger Winters in Bayern, Dresden, Berlin und anderen Orten haben bisher umfangreiches Beweismaterial erbracht; u. a. konnten größere Mengen Devisen und Schriften sichergestellt werden." (Stapo 1933m 542)

Der Festgenommene steht unter dem Verdacht der Missachtung des Gesetzes gegen heimtückische Angriffe auf Staat und Partei und zum Schutz der Parteiuniformen vom 20. Dezember 1934.

Im März 1936 meldet die Staatspolizei Halle:

"Winter und seine Anhänger versuchten, den verbotenen Volksbund erneut aufzubauen zu dem Zweck, zumindest den Einsatz Winters an maßgeblicher Stelle in der Regierung zu erzwingen. Bei dieser Gelegenheit ist es auch zu weiteren strafbaren Handlungen wie Betrug, Verletzung der Devisenbestimmungen und des Heimtücke-Gesetzes gekommen." (Stapo 1933n)

Gegen Gustav Winter und vier seiner Anhänger in München und Dresden wurde am 25.3.1936 Haftbefehl erlassen.

Der Prozess vor dem Sondergericht in Halle beginnt am 26. Oktober 1936. Vier Tage später melden die Bremer Nachrichten seinen Selbstmord.

Im Sterbe Nebenregister 1936 des Standesamtes Halle dokumentiert der Polizeipräsident der Stadt mit seiner Unterschrift am 4. November 1936:

"daß Gustav Winter im Alter von vierundfünfzig Jahren in Halle, Kleine Steinstraße 7, am 31. Oktober 1936, vormittags 7 Uhr, tot aufgefunden worden sei."

Keiner braucht den Deutschen Volksbund für Wahrheit und Recht. Er ist ein Störfaktor. Wie stellte doch die Stapo 1936 fest:

"Winter und seine Anhänger versuchten, den verbotenen Volksbund erneut aufzubauen zu dem Zweck, zumindest den Einsatz Winters an maßgeblicher Stelle in der Regierung zu erzwingen.... "

"…. seine Kongenialität mit der Hitlerei", urteilt der Neue Vorwärts 1936, "hat ihm das Leben gekostet." Dabei hatte er so auf den Führer gewartet ....

 

 

Bauer, Hans: Der grosse Held der kleinen Leute. "Vorwärts. Berliner Volksblatt. Zentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands". Berlin, den 9. Oktober 1928

"Betriebsanwalt" Gustav Winter zur Strafverfügung vorgeführt. "Naumburger Tageblatt", Naumburg, den 1. Oktober 1931

Borkowsky, Professor Ernst: Unser Heiliger Krieg. Mit 25 Bildern von Professor Walter Klemm, Emil Preetorius und Hans Baluschek. Gustav Kiepenheuer Verlag, Weimar 1914

Bremer Nachrichten mit Weser-Kurier  vom 1. November 1936. Staatsarchiv Bremen der Freien Hansestadt Bremen

Bremer Nachrichten mit Weser-Kurier  vom 27. Oktober 1936. Staatsarchiv Bremen der Freien Hansestadt Bremen

Borkowsky, Professor Ernst: Unser Heiliger Krieg. Mit 25 Bildern von Professor Walter Klemm, Emil Preetorius und Hans Baluschek. Gustav Kiepenheuer Verlag, Weimar 1914

Der Diktator. Die Wochenschrift des ganzen deutschen Kulturvolkes. Diktator-Verlag, Leipzig, Bosestr. 3, Gustav Winter (erschienen 1924-1925)

"Der einzige, der von den "Rotgestempelten" leben konnte". "AZ am Abend, 8- Uhr-Abendblatt. Allgemeine Zeitung." München den, 17. September 1928, Seite 1

Der 5. Präsidentschaftskandidat in Deutschland. "Vorarlberger-Landeszeitung. Amtsblatt für Vorarlberg". Bregenz, den 7. März 1932, Seite 2

"Der grosse Betrug". "Vorwärts. Zentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands". Berlin, den 16. Dezember 1929

Der Tausendmarkscheinwinter. "Neuer Vorwärts. Sozialdemokratisches Wochenblatt", 19. Januar 1936

"Devoli". Wahrheit und Recht. Jahrgang 4, Nummer 8. Leipzig, den 22. Februar 1929, Seite 7

"Erdmagneto-Kultur." "Frankfurter Zeitung", Frankfurt am Main, den 7. Februar 1935

Irrungen und Wirrungen. In: Der fortschrittliche Landwirt. Zeitschrift für praktische Landwirtschaft und Heimatpflege. 19. Jahrgang, Nummer 29, Graz, den 17. Juli 1937, Seite 460 bis 461

Larsen, Egon G.W.: Der fünfte Kandidat. "Der Abend. Spätausgabe des Vorwärts", Berlin, den 9. März 1932

Lechter, Reinhold: Die Sekte und der Betriebsanwalt. "Leipziger Volkszeitung. Organ für die Interessen des gesamten werktätigen Volkes". 1. Beilage zu Nummer 160, Leipzig, den 12. Juli 1929

Mitteilungen der "Leipziger Volkszeitung. Organ für die Interessen des gesamten werktätigen Volkes" zum Prozess gegen Gustav Winter (Grossjena) vor der 6. Grossen Strafkammer des Leipziger Landgerichts. 1. Beilage zu Nummer 160, Leipzig, den 12. Juli 1929

Öffentliche Warnung vor Gustav Winter. Rd. Erl. d. MdI. vom 10.2.1929, I f 421/4

[Orga-Urkult ] Platon [Pseudonym für Gustav Winter]: Der Orga-Urkult Erdmagneto-Kultur. Dreifach gesunde Ernte auf allen Böden ohne jede Düngung und Fachpflege. Herausgegeben in den Jahren des Heils 1935. Verlag Wahrheit und Recht, G. Winter, Grossjena bei Naumburg (Saale)

[Orga-Kult] Bundesarchiv Berlin, R 2 (Reichsfinanzministerium) 18 339

Philanthropa Kulturfilm. Gemeindeblatt. Leipzig, Jahrgang 1, Nummer 2, 28. Juni 1929

Rache an einem peinlichen Vorläufer! "Neuer Vorwärts. Sozialdemokratisches Wochenblatt". Karlsbad, den 15. November 1936

Standesamt Halle. Sterbe Nebenregister, Jahrgang 1936. Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt, Merseburg, Rep. C 131 II, Sterberegister Nr. 1952, Nr. 2802

[Stapo 1933m] Lagebericht der Staatspolizeistelle Halle für Dezember 1935. In: Die Lagebe-richte der Geheimen Staatspolizei zur Provinz Sachsen 1933 bis 1936. Herausgegeben von Hermann-J. Rupieper und Alexander Sperk, Band 2: Regierungsbezirk Merseburg, mdv, Mit-teldeutscher Verlag, Halle (Saale) 2004, Seite 533 ff.

[Stapo 1933n] Aus dem Lagebericht der Staatspolizeistelle Halle für März 1936. In: Die Lageberichte der Geheimen Staatspolizei zur Provinz Sachsen 1933 bis 1936. Herausgegeben von Hermann-J. Rupieper und Alexander Sperk, Band 2: Regierungsbezirk Merseburg, mdv, Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale) 2004, Seite 640 ff.

Unsere "Devoli". Wahrheit und Recht. Jahrgang 4, Nummer 8. Leipzig, den 22. Februar 1929, Seite 10ff.

Verbotene Aufwertungsversammlung. Ein Geschäftemacher. "AZ am Abend, 8-Uhr-Abendblatt. Allgemeine Zeitung." München den, 1. März 1927, Seite 3

Wegen Betruges verurteilt. Schluss im Prozess Winter. "AZ am Abend, 8-Uhr-Abendblatt. Allgemeine Zeitung." München den, 9. November 1928, Seite 3

Winter, Gustav: Der Taylorismus. Verlag von S. Hirzel, Leipzig 1920

Winter, Gustav: Der grosse Betrug der Inflation und Deflation. Kampf und Aufklärungsschrift des deutschen Volksbundes "Wahrheit und Recht". Mitgliederzahl am 15. Februar 1927: 3 Millionen! Verlag von "Arbeit und Recht" , Leipzig 1927

Winter, Gustav: Die Rettung Deutschlands ohne neues Geld. Verlag Wahrheit und Recht. Inhaber: Gustav Richter. Grossjena bei Naumburg 1933

Winter, Gustav: Der Orga-Urkult - Dreifache gesunde Ernte auf allen Boeden ohne jede Düngung und Fachpflege. Verlag Wahrheit und Recht. Inhaber Gustav Winter, Grossjena bei Naumburg,1935

Vertraulich, generell und staatspolitische Gründe. "Die Weltbühne. Wochenschrift für Politik, Kunst und Wirtschaft." XXVIII. Jahrgang, 12. April 1932 Nummer 15, Seite 575-576

[WuR] Wahrheit und Recht, Wochenzeitschrift für den Wiederaufbau und Ausbau der deutschen Wirtschaft, Großjena bei Naumburg, Leipzig, verschiedene Ausgaben

Autor:
Detlef Belau
Geschrieben: 2007. Aktualisiert:
18. Juli 2011
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