Befreiung

 

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12. April 1945: Befreiung!

 

"Unerbittlicher Kampf bis zum letzten Atemzug",

titelt Der Naumburger Kurier am 3. April 1945.

"Nichts deutet daraufhin, dass die Stadt [Naumburg] sich ergeben will." (Möller 86)

Die amerikanischen Truppen nähern sich Bad Kösen und Naumburg.

Über die Befreiung Naumburgs vom Hitler-Faschismus liegen verschiedene Berichte vor.

 

Grüneberg-Bericht

Wilhelm Grüneberg, Große Marienstraße 38, hinterlässt vom Kriegsende in Naumburg folgende Aufzeichnungen:

"Die Nerven aufs höchste gespannt, voll Angst und Sorge hatten die Einwohner von Naumburg - 50 000 - die Nacht vom 11. zum 12. April  1945 in den Kellern zugebracht; denn es war Panzeralarm verkündet worden. Der Amerikaner steht vor den Toren. Was mag geschehen? Was wird aus uns und unserem Heimatort werden? Bange Fragen durchstürmen jedes Gemüt, als der Tag graut. … Das zerrissene Dach der Wenzelskirche schaut auf der glücklicherweise unbeschädigten Markt herunter. Die stattlichen Patrizierhäuser und das breite, schöne Rathaus haben nicht die Zerstörung erfahren wie die vielen Wohn- und Geschäftshäuser zwischen Salz- und Neustraße, in der Marienstraße und Gartenstraße.

Ich stehe sorgenvoll an der Einmündung der Mariengasse in den Markt und grüble über die vergangenen und kommenden Ereignisse nach, die Augen auf das Rathaus gerichtet. Kinder lärmen, Erwachsene diskutieren. Es ist 9 Uhr. Ein Schrei vieler Stimmen, es klingt wie befreit: "Das sind sie!" Was war geschehen? - Ein kleines Auto, ein DKW, war aus der Herrenstraße kommend im Torbogen des Rathauses verschwunden. Spähend und abwartend stand ich wie angewurzelt. Was hatte das zu bedeuten? - Aus der Rathaustür kam plötzlich eine einzelne Person ohne Hut und Mantel, eine gedrungene Männergestalt. Sie ging ganz allein sinnend auf und ab. Was mochte dem Manne durch den Kopf gehen? Ich grübelte drüber nach, ob das der Bürgermeister sein könnte. Ich kannte ihn nicht. Ich hatte nie Gelegenheit gehabt, ihn seit seinem Amtsantritt kennenzulernen. Einige Umstehende wollten genau wissen, daß es nicht der Oberbürgermeister sei. Immerhin war mir der so vereinsamte Mann in dieser Situation als Oberbürgermeister auch nicht erklärlich, daß eine so hochgestellte Persönlichkeit meistens von vielen umgeben ist, besonders in dieser Lage wäre dies anzunehmen gewesen. …

Der Mann ging vorn übergebeugt quer über den Markt in die Jakobsstraße und entschwand meinen Blicken. Ich wurde von einer inneren Stimme getrieben, dorthin zu eilen, wo der Mann sein würde. Es trieb mich nach Hause. Ich entledigte mich der mitgeführten Sachen und sagte zu meiner Frau: "Ich gehe gleich wieder. Ich muß sehen, wo der Mann geblieben ist, den ich als Oberbürgermeister vermute. Er stand jetzt vor dem Rathaus und ging in die Jakobsstraße . … Als hätte mich eine Hand geführt, stand ich bald auf dem Theaterplatz dem Manne gegenüber und stieß die Frage heraus: "Was soll werden Herr Oberbürgermeister?" "Die Stadt wird verteidigt!", erwiderte er. Mir war es, als bekäme ich einen Schlag vor den Kopf. Meine Augen wurden feucht, und nach einigen Augenblicken der Fassungslosigkeit hatte ich mich gefestigt, und ich stellte die Gegenfrage: "Wo ist die Verteidigung? Von wem soll die Stadt verteidigt werden? Der Amerikaner muss gleich kommen." - "Dort um die Ecke steht die Verteidigung, ein Feldwebel, ein Unteroffizier und sechs Mann", war die Antwort. Ich war so bestürzt, daß ich fast schrie: "Um Himmels willen, Herr Oberbürgermeister! Was hat man mit uns vor. Was soll das heißen?" Und darauf bemerkte der Herr: "Der Befehl ist gegeben, die Stadt zu verteidigen. Und der Befehl wird ausgeführt, und wenn die 50 000 Einwohner der Stadt zugrundegehen." Auf meine Frage, wer denn den Befehl erteilt hätte, erhielt ich zur Antwort: "Den Befehl gab der Stadtkommandant Scholz zusammen mit General Scotti. Beide sitzen im bombensicheren Unterstand in der "Erholung". Rücksicht kann auf die Einwohner nunmehr nicht mehr genommen werden. … Die Lage war ernst, furchtbar. Bankdirektor, Randebrock, der im Vorbeigehen fragte, was werden würde, erhielt die Antwort:

"Die Stadt wird verteidigt!"

Er glaubte an Scherz, doch der Oberbürgermeister bestätigte, was ich gesagt hatte." (Grüneberg)

 

Sattelmacher-Bericht

Oberst von Bierbrauer zu Brennstein sinnt noch am 11. April darüber nach, wie die Stadt zu verteidigen ist. Aber in den Lazaretten liegen 8 000 Verwundete. Sie und die 50 0000 Einwohner kann man doch nicht ohne Nutzen opfern, gibt ihm Oberbürgermeister Bruno Radwitz während einer Unterredung zu bedenken. Der Kampfkommandant von Naumburg tut dies mit den Worten ab:

"Darauf kann keine Rücksicht
genommen werden."

"Aber zur gleichen Stunde hat dieser Edle von Brennstein Frau und Tochter mit Sack und Pack in zwei Dienstautos (!) aus Naumburg heraus nach Grimma bringen lassen." (Sattelmacher)

"Die Nacht verlief ruhiger als wir befürchteten. Es waren zwar viele Flieger in der Luft, man merkte auch die Bombenabwürfe in größerer Entfernung, hörte auch Artillerie, aber im Ganzen war es ruhiger als in den letzten Nächten und vor allem an den letzten Tagen mit ihren Bombenangriffen", notiert Paul Sattelmacher am 12. April 1945.

 

Möller-Dokumentation

Postkarte mit der Henne-Brücke (vor 1945)
Henne-Brücke (2008)

Die Sprengung der Brücken über die Saale (Henne-Brücke, Eisenbahnbrücke, Almrich) sind vorbereitet.

Am 12. April 1945 gegen 11 Uhr rückt das V. Armeekorps der 1. US-Armee von der Hennebrücke mit Shermann-Panzern, Jeeps und Studebaker-LKWs in Naumburg ein. Es ist das Kommando des Lt. Col. Wesner [Lieutenant Colonel, Oberstleutnant], der sich inzwischen selbst an die Spitze seiner Truppen gesetzt hat (vgl. Möller 87). Das Brücken-Kommando ergibt sich ohne Widerstand.

"Ein M-8 Greyhound Radspähpanzer des Tp. [Troop, Kompanie beim Aufklärungsbataillon] B, 89 th CavFRcnSq. [Cavalry Reconnaissance Squadron, Aufklärungsregiment], dessen Männer als Vorhut des CCR [Combat Command, R-Reserve, Kampfverband der US Panzerdivision] als erste Naumburg erreicht haben, hat über die Hallesche Strasse kommend das Stadtzentrum erreicht. Kurz darauf rasseln Panzerketten über das Pflaster und vorsichtig sichernd rollt ein amerikanischer Panzer auf den Markt. Von hier fährt er weiter zur Reichskrone, dann zur Alten Post, wo er wendet, zurück zum Markt und anschließend zur Vogelwiese. Die deutschen Generäle unter der Erholung haben ihren Gefechtsstand längst verlassen." - "Die Besatzer wurden sofort Amis genannt". (Bjarsch 92)

"Ganz anders im westlichen Stadtteil Almrich (auch Altenburg genannt). Nachdem sich gegen 11.15 Uhr (B) amerikanische Truppen in Almrich nähern, erteilt der Leutnant den Befehl zur Sprengung der Brücke. Mit einer gewaltigen Explosion brechen die Strombögen der knapp 50 Jahre alten Brücke in sich zusammen. Als Antwort belegt das CCR [Kampfverband der US Panzerdivision] unterstellte, 73 rd AFA Bn [Armored Field Artillery, gepanzertes Feldartilleriebataillon] unter dem Kommando von Lt. Col. [Lieutenant Colonel, Oberstleutnant] Mac Fahrland den Ortsteil mit vereinzelten Artilleriegranaten. Als eine Granate auf dem Gelände Gaststätte Bär einschlägt, hießt der einheimische Bäckermeister Spott die weiße Fahne. Wutentbrannt wird er daraufhin durch den Leutnant mit standrechtlicher Erschiessung bedroht und kann nur knapp durch einen Sprung über eine nahegelegene Mauer entkommen.

Am Nachmittag machen Infanteristen der FT [Tack Force, Kampfgruppe] Shaugh-nessy, die mit Unterstützung der unterstellten Panzer des 3 rd Plat. [Platoon - Zug, Teil einer Kompanie] Co. C, 777 TH, Tk Bn [Tank Battalion, Panzerbataillon] aus Richtung der Innenstadt in den Ortsteil Almrich eindringen, dem Treiben ein Ende. Als sich die Panzer mit einigen zum Schutz aufgessenen deutschen Kriegsgefangenen den Stellungen der Jungmannen am Ortsausgang nähern, fliehen diese mit dem Major in Richtung der Hubertus- und Lüttich-Kasene im Südwesten der Stadt. Nach einer Woche Flucht in Richtung Südosten entlässt sie der Major. Am Bismarckturm schickt der ehemalige Offizier die ihm unterstellten Jugendlichen beim Heranrücken der amerikanischen Truppen nach Hause. Ohne weiteren Widerstand wird der Stadtteil Almrich besetzt." (Möller 91f.)

Nun zieht eine schier endlose Militärkolonne auf der Eckartsbergaer Chaussee nach Bad Kösen und weiter nach Naumburg ein. Zu "kleinen Plänkeleien" soll es im Bürgergartenviertel gekommen sein, vermerkt Aumann (1960, 8). - Wahrscheinlich handelt es sich dabei um den Napola-Trupp. Die Jungmannen kämpfen um den Endsieg.

 

 

 

Resümee

Die Möller-Dokumentation (2007) stimmt mit dem Grüneberg- und Sattelmacher-Bericht (1945) in wesentlichen Aussagen überein. Alles findet in der Einschätzung zusammen: Das Naumburger Stadtgebiet wird, wie das benachbarte Freyburg, nicht verteidigt.

Nach einem Spaziergang am 16. Juni notiert Pfarrer in Ruhe Konrad Hippel (Naumburg):

"Ich habe bemerkt, daß die Saalebrücke vor Roßbach und die Eisenbahnbrücke Naumburg-Freyburg gesprengt worden sind." (Onasch 1995)

Die Sprengung der Saalebrücke bei Roßbach, der Unstrutbrücke zwischen Kleinjena - Großjena und der Saalebrücke der Bahnstrecke Naumburg-Weissenfels in der Nacht vom 11./12. April auf Befehl von Generalmajor Erich Scholz und Generalleutnant Friedrich von Scotti (vgl. Möller 88) war eine in jeder Hinsicht sinnlose Tat.

Wilhelm Grüneberg überredet Oberbürgermeister Bruno Radwitz den Amerikanern entgegenzufahren (nach Aumann 1960, 8) und übergibt ihnen die weiße Fahne, berichtet Walter Höhne. Oberlandesgerichtspräsident Paul Sattelmacher anerkennt die besonnene Rolle von Radwitz bei der kampflosen Übergabe der Stadt. Er schreibt: "Der arme Radwitz ist zu bedauern. Die gesamte Bürgerschaft dankt ihm, dass er Naumburg nicht verteidigt hat - gewisse Kreise aber trachten ihm deshalb nach dem Leben. Er hat einen Sicherungsposten bekommen und schläft an jedem Tag an einer anderen Stelle." (Sattelmacher)

Die kampflose Übergabe von Naumburg durch Oberbürgermeister Bruno Radwitz (1940-1945) war ein anerkennswerter Akt der Vernunft.

Die Sprengung der Brücken war hingegen militärisch sinnlos. Es erschwerte den Bürgern das zivile Leben, den Wideraufbau der Stadt und der anliegenden Gemeinden.

 

 

Befreiung mit größter Dankbarkeit

Am Tag nach der Befreiung vom Hitlerfaschismus sendet der Oberbefehlshaber der Alliierten und spätere Präsident der USA General Dwight D. Eisenhower (1890-1969), den Naumburgern per Flugblatt folgende Botschaft:

"Wir werden den Nationalsozialismus und den deutschen Militarismus vernichten."

"Der deutsche Militarismus, der oft den Frieden der Welt gestört, den werden wir endgültig beseitigen."

 

 

Das V. US Corps der 1 st US Army der Alliierten Streitkräfte befreite die Naumburger am 12. April 1945 von inhumanen Rechtsnormen, Rassenpolitik, Judenverfolgung und -vernichtung, fortschreitender Kulturlosigkeit (KfDK, Schriftleitergesetz, Reichskulturkammer), biologistischer Sozial- und Bevölkerungspolitik, Militarismus, Völkerhetze, massiver Unterdrückung oppositioneller Kräfte bis zu ihrer physischen Vernichtung und leitete erste Schritte in der Demokratisierung der Kommune ein. Es zerschlug die Herrschaft der NSDAP. Dazu war keine andere politische oder militärische Kraft in der Lage. Als erster würdigt diese historische Tat der Sozialdemokrat Eugen Wallbaum (Brunnengasse 9) als er An den Befehlshaber der Alliierten-Truppenteile der Stadt Naumburg am 14. April 1945 schreibt:

"Mit Ihrem Einzug in unsere Stadt haben Sie Naumburg zu einem befreiten Ort gemacht. Alle Anti-Nationalsozialisten blicken mit größter Dankbarkeit auf Ihre große Tat".

Die Befreiung war ein Trauma für diejenigen, die nach dem Führer-Prinzip erzogen und daran glaubten. Für sie sollte es noch schlimmer kommen. Manche halfen sich mit dem Begriff des Zusammenbruchs, der damals viel gebraucht wurde, über die ideologischen Hürden.

Als historische Alternative zur Bewältigung des Zusammenbruchs bot Konzept des demokratischen Sozialismus seine Dienste an. Nicht zu verwechseln mit der Oktroyierung eines stalinistischen Sozialismus. Aber mit dem Ausgangpunkt, wie ihn die christlichen Demokraten im Aalener Programm der CDU im Februar 1947 einnehmen:

das "kapitalistische System" war "den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden".

Natürlich, der Weg in die politische Freiheit begann mit Einschränkungen der Freiheit im Alltag. Die

Bekanntmachung an die zivile Bevölkerung

der Militärregierung in Naumburg am 12. April 1945, 19 Uhr, verkündete: Ausgehverbot von 19 Uhr bis 7 Uhr, Einschränkung der Mobilität im Umkreis von sechs Kilometern des Stadtgebietes, Verbot der Benutzung von Schusswaffen, privater und öffentlicher Verkehrsmittel, des Tragens von Uniformen, Ehrenzeichen der Wehrmacht, NSDAP und so weiter, von Fotoapparaten und Feldstechern. Untersagt waren jeglicher Nachrichtenverkehr, über Post-, Rundfunk und auch das Lesen unzensierter Zeitungen und vor allem Streiks und Aussperrungen. Alle Angehörigen der Wehrmacht, der Waffen SS und des Volkssturms mussten sich bis 15. April 1945 bei der amerikanischen Kommandantur melden.

"Die von den Nationalsozialisten errichteten Konzentrationslager werden unverzüglich übernommen und nach Freilassung der unschuldigen Lager-Insassen als Lager für die verhafteten Nationalsozialisten Verwendung finden." (Militärregierung Deutschlands, 26. Mai 1945). Am 10. / 12. August 1945 richtete die SMAD die ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald und Sachsenhausen wieder ein.

Auf der Konferenz von Jalta vom 4. bis 11. Februar 1945 war die Abgrenzung der geopolitischen Machtsphären zwischen den Alliierten erfolgt. Und im weiteren Verlauf der Geschichte (Währungsreform, Berlin-Blockade) sollte dies seine Dynamik entfalten.

 

Schwierigkeiten mit der Wahrheit

Längst nicht alle Naumburger empfanden den 12. April als Befreiung. - Selbst heute noch nicht. Die Leute fühlten sich 1945 zwar ungemein erleichtert, weil der Krieg vorbei war, erinnert sich Hubert Bjarsch in

"Ein Überlebender, unverschämt" (2006).

"Andererseits sahen sie sich besiegt", so der Autor des Buches, "und damit gedemütigt. Befreit durch die Sowjets fühlten sie sich nicht. Von deren System befürchtete man vielmehr, man werde irgendwie nur vom Regen in die Traufe kommen. Befreiung sollte schließlich etwas mit Freiheit zu tun haben, und gerade die erwartete man von den Sowjets eben nicht." (Bjarsch 116)

Diese Art von Geschichtsinterpretation treibt in anderen Veröffentlichungen weitere Blüten, wie: Die Amerikaner waren freundlich, zivilisiert, interessant, brachten Schokolade, Kaugummi, Micky-Maus-Hefte, und die Russen waren unzivilisiert, Furcht einflößend, grob und verdarben uns mit Wodka. Hier wird die Stadtgeschichte zurechtgerückt und entdifferenziert. Deshalb teile ich derartige Auffassungen nicht und kann mich dabei auf das geistige Andenken von vielen Naumburgern stützen.

Im Buch "Ein Überlebender, unverschämt" (2006) zeigt sich eine andere Tendenz der Erinnerungskultur. In die Erlebnisse des Jahres 1945 werden hier die Erfahrungen mit den Systembrüchen zwischen Kapitalismus und Sozialismus (1945 bis 1990) eingewoben. Mag es je nach individuellem Schicksal menschlich verständlich sein, was ich gut nachvollziehen kann, aber ein korrekter Umgang mit der Geschichte ist es eben nicht. Mit derartigen Projektionen mussten sich die Naumburger schon früher herumplagen. Nur waren das politische Motiv und die Intention eine ganz andere. Diametral zu Hubert Bjarsch formuliert Alfred Kloß 1960:

"Amerikanische Truppen besetzten unsere Stadt -
aber erst die Sowjetarmee befreite sie."

Hubert Bjarsch und Alfred Kloß entfernen sich zu weit vom realen Verlauf der Stadtgeschichte. Aber die Schwierigkeiten mit der Wahrheit gab es nicht nur im Osten Deutschlands.

 

 

Aumann, Heinz (Naumburg, Neidschützer Straße 1): Der Kampf der Arbeiterklasse um die Schaffung antifaschistisch-demokratischer Verhältnisse und die Entwicklung und Festigung der Aktionseinheit der Arbeiterklasse im Kreisgebiet Weißenfels und der Stadt Naumburg. (Zeitraum 12.4.1945 bis 31.12.1945) Franz-Mehring-Institut, Karl-Marx Universität Leipzig, 1960. Standort: Stadtarchiv Naumburg

Becker, Walter: Erinnerungen an die Napola Naumburg. Ein über die "Kadette Naumburg" hinausgehender Beitrag zur Geschichte der NPEA. Verlag Lenover Neustrelitz 2000

Bjarsch, Hubert: Ein Überlebender, unverschämt. Eine Heiße Geschichte. Frieling-Verlag, Berlin 2006

Gatzen, Dr. Helmut: Kriegsende in Naumburg. Internetseite des Stadtmuseums Naumburg, www.museumnaumburg.de, Januar 2006

Grüneberg, Wilhelm: Der 12. April 1945 in Naumburg an der Saale. Stadtarchiv Naumburg, Archivsignatur SG 190

Kloss, Alfred: Naumburg 1945. In: Freiheit, Halle, den 4. Mai 1960

Militärregierung Deutschlands, 26. Mai 1945. Siehe auch Sozialistische Mitteilungen. News for German Socialists in England This newsletter is published for the information of Social Democratic refugees from Germany who are opposing dictatorship of any kind. Nummer 70 / 71, Januar / Februar 1945, Zitat: "Die von den Nazis errichteten Konzentrationslager werden unverzüglich übernommen und nach Freilassung der unschuldigen Lagerinsassen als Lager für verhaftete Nazis Verwendung finden." Dies entspricht inhaltlich der Proklamation an das deutsche Volk vom 28. September 1944, in der General Eisenhower Anordnungen für die deutschen Gebiete erlassen hatte, die von den anglo-amerikanischen Streitkräften besetzt würden.

[Möller, Jürgen] Dokumentation. Der Vorstoss des V. US Corps zur Saale und Unstrut und die Besetzung von Naumburg 1945. Zusammengefasst von Jürgen Möller, Ansbach, Februar 2007, Druckhaus Zeitz, 1. Auflage 2007

Onasch, Martin: Um kirchliche Macht und geistige Vollmacht. Ein Beitrag zur Geschichte des Kirchenkampfes in der Kirchenprovinz Sachsen 1932-1945. Fakultät für Theologie des Wissenschaftlichen Rates der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zur Promotionsprüfung A (Dr. theol.), eingereicht von Martin Onasch, geboren 20.5.1944 in Köslin, Halle (Saale), 1979

Sattelmacher, Paul: Auszug aus den persönlichen Aufzeichnungen vom Oberlandesgerichtspräsidenten Prof. Dr. Paul Sattelmacher (13.4.1979 - Februar 1947), Manuskript, unveröffentlicht

Wallbaum, Eugen (Naumburg, Brunnengasse 9), Brief an den Befehlshaber der alliierten Truppen der befreiten Stadt Naumburg am 14. April 1945, unveröffentlicht

[Wallbaum-Dokument] Analyse der Stadt Naumburg. Naumburg, ohne Jahresangabe, unveröffentlicht, um 1950


Autor:
Detlef Belau

Geschrieben: Oktober 2004.
Aktualisiert:
13. Februar 2010

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